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Reisebericht:
Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin!
Naja, nur bis wir endlich da waren wo wir eigentlich hin wollten, war noch ein weiter Weg. Bis ca. 40 Km vor Berlin war es alles wie eine Spazierfahrt. Aber je näher wir an Berlin kamen, je dichter wurde der Verkehr und die Autofahrer immer schlimmer. Drängeln, rechts überholen und vieles mehr. Im äußeren Bereich von Berlin wurde es immer enger, mit vielen Baustellen und Umleitungen und aggressiver. Teilweise musste ich dermaßen hart bremsen bevor mir mal wieder ein Auto vors Womo fuhr und mich abdrängte. Dann ging es mal nach links, mal nach recht und wieder nach links und so weiter, bis wir endlich unser Ziel erreichten, die Wohnmobil Oase Berlin. Als wir dort ankamen, wartete schon ein weiteres Wohnmobil dort. Wir kamen nicht aufs Gelände, da von 12:30 bis 14:30 Uhr Mittagspause war. Die Zufahrt zum Platz war mit einem Eisentor und einer dicken Kette verschlossen. Das der Platz über Mittag geschlossen ist, konnte man weder auf Promobil oder auch in den zugesendeten Reservierung Mail erkennen. Auf der Internetseite im Kopfbereich steht der Vermerk. Super jetzt mussten wir zuerst einmal 90 Minuten warten. Das das Tor mit einer dicken Kette abgeschlossen wird, gilt auch in der Zeit von 19:00 bis 08:00 Uhr. Das heißt, dass man im Notfall noch nicht einmal vom Platz kommt. Um 14:40 Uhr kam dann mal jemand und schloss das Tor auf und wir konnten endlich auf den Stellplatz fahren. An der Rezeption, einem Container, wurden wir dann informiert über den Platz, die Duschen und den Sanitärbereich. Die Duschen und den Herrn Sanitärbereich sind schon was in die Jahre gekommen und könnten mal eine Renovierung gebrauchen. Der Sani Bereich der Damen ist zwar auch in einem Container, aber dieser ist schon etwas moderner und sauberer. Der Platz selber ist unterschiedlich hoch, teilweise schräg, teilweise betoniert und teilweise geschottert. Alles in allem, der Platz bräuchte dringend eine Renovierung und der Preis ist mit € 40,00 eigentlich viel zu teuer. Achja, man muss noch € 20,00 für einen Schlüßel hinterlegen, damit man außerhalb der Zeiten, wenn das Tor verschlossen ist, über eine Nebentür vom Stellplatz oder auch wieder herein kommt. Unter dem Begriff "Stellplatz Oase", hab ich mir eigentlich was anderen vorgestellt, besonders da die Bilder im Internet sehr geschönt waren. Die Gegend selber um den Stellplatz ist nicht die beste, dafür ist man aber in zwei Minuten an der nächsten U-Bahnstationen. Nachdem wir uns aufgestellt hatten, wollten wir noch eine Kleinigkeit essen. Ein Tipp des Platzwartes war, die "Currywurst Bauda" direkt an der U-Bahnstation, hier soll es die beste Currywurst von ganz Berlin geben. Richtig gelesen, Bauda nicht Bude, warum, keine Ahnung. Also dorthin und eine Original Berliner Currywurst essen. Aber was man hier original Berliner Currywurst nennt, hat eigentlich mit einer richtigen Currywurst, so wie wir sie kennen, nicht zu tun und besonders schmecken tut sie auch nicht. Danach zuerst einmal zurück zum Wohnmobil und den Tag ausklingen lassen. Da heute der 8. März und Frauentagwelttag war, hatte man uns gesagt, dass wir besser nicht nach Berlin reinfahren sollten, da dort viele Demos und wohl auch Lauf stattfinden sollte. Stimmt, an jeder Ecke standen Polizei und Mannschaftswagen auch an der U-Bahnstation, wo eine kreischende Frauenstimme etwas von Frauenpower ins Mikro brüllte. Naja, wenn's hilft!!! Nachts war es etwas laut da ich sehr oft aufgewacht bin, das wieder irgendwo Polizeisirenen zu hören waren. Am nächsten morgen sind wir dann zuerst einmal in Richtung U-Bahnstation und haben uns jeweils ein 24 Stundenticket für die Bahn getauft, € 11,20 pro Person. Dann mit der U-Bahn zuerst einmal zum KaDeWe und ein wenig shoppen gehen. Danach zu Fuß zur Gedenkkirche am Breidscheid-Platz. Von der U-Bahnstation "Berlin Zoo" dann in Richtung Potsdamer Platz und zu Fuß zum Brandenburger Tor. Auch heute gab es einige Frauendemos, eine direkt vor dem Brandenburger Tor. Auch hier wieder nur kreischende Frauen und Frauenpower. Anschließend sind wir dann noch die Straße "Unter den Linden" bis zum Alexander Platz gegangen um von dort wieder zurück zum Stellplatz zu fahren. Schnell geduscht und eine kurze Pause gemacht und danach wieder mit der U-Bahn in Richtung Frankfurter Tor zum "Theater am Frankfurter Tor". Hier hatten wir Karten vorbestellt für das Programm "Und am 8.Tag erschuf Gott den Rechtsanwalt" mit Johannes Hallervorden, dem Sohn von Didi Hallervorden. Ein sehr gutes und amüsantes Programm mit vielen Highlights, besonders da Johannes Hallervorden auf der Bühne genau so rüber kam wie sein Vater. Man konnte fast meinen, da steht Dieter Hallervorden in jung. Morgen geht's wieder weiter in Richtung Frankfurt / Oder, mal sehen was der Tag bringt.
Fazit: Berlin bietet viel, aber für uns war es genug und sollten wir nochmals nach Berlin kommen, hoffen wir, das wir einen besseren und auch preisgünstigeren Stellplatz finden.
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