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Reisebericht:
Reisebericht: Stürmische See und die gewaltigen Kräfte des Saltstraumen
Unruhiger Aufbruch im Regen (Moskenes)
Die letzte Nacht auf den Lofoten in Moskenes war alles andere als erholsam. Da der Wecker auf 4:00 Uhr morgens gestellt war, kreiste im Kopf ständig die Angst, diesen wichtigen Zeitpunkt zu verschlafen – entsprechend unruhig und schlecht war der Schlaf. Wie es dann oft so ist: Genau eine Viertelstunde vor dem Klingeln, um 3:45 Uhr, schreckte ich automatisch auf. Draußen prasselte der Regen noch immer unaufhörlich auf das Dach. Es musste jetzt schnell gehen: Alles hastig im Wohnmobil zusammengepackt, runter vom Stellplatz und ab zum Hafen. Um 4:10 Uhr kamen wir an, doch von den vier Wartespuren waren zwei bereits komplett besetzt. Nur zehn Minuten später lief auch schon die Fähre ein. Nachdem alle ankommenden Fahrzeuge das Schiff verlassen hatten, ging es los: QR-Code am Einlass vorgezeigt und hinein in den Bauch des Fährschiffs.
Die Überfahrt: Eine wellige Angelegenheit
Nach dem Abstellen des Wohnmobils steuerten wir zielstrebig den Passagierbereich an und ergatterten Plätze in der allerersten Reihe, ganz vorne. Eine Entscheidung, die wir noch bereuen sollten. Der erste Teil der Fahrt wurde mit jeder Minute unruhiger. Die Wellen peitschten hoch, und das Schiff schaukelte heftig – sowohl auf und ab als auch zur Seite. Es dauerte nicht lange, da forderte die See ihre ersten Opfer: Vorne rechts musste sich der erste Passagier übergeben, kurz darauf der nächste und wenig später noch einer. Ein Glück, dass überall vorsorglich Kotztüten bereitstunden. Nach der Hälfte der Strecke hielten wir es vorne nicht mehr aus und wechselten weiter nach hinten. Dort lag das Schiff deutlich ruhiger und die Fahrt war weitaus erholsamer für den Magen. Auf dem letzten Drittel glättete sich die See zum Glück wieder komplett, sodass sogar noch Zeit für ein kleines Nickerchen blieb.
Boxenstopp in Bodø und eine spontane Planänderung
In Bodø angekommen, ging es als Erstes zum Einkaufen, um die Vorräte aufzufüllen. Danach steuerten wir das Zentrum an, machten ein wenig Sightseeing und gönnten uns bei „Backstube“ ein wohlverdientes Frühstück. Planänderung: Eigentlich war unser Plan, auf einem Stellplatz direkt in Bodø zu bleiben. Nach dem Frühstück entschieden wir uns jedoch spontan um: Statt in der Stadt zu bleiben, wollten wir lieber die rund 30 Kilometer entfernte Weiterreise zum Saltstraumen antreten. Gesagt, getan – wir machten uns auf den Weg zum dortigen Campingplatz.
Das Naturschauspiel am Saltstraumen
Auf dem Campingplatz angekommen, forderte der Schlafmangel der Nacht seinen Tribut. Bevor es an die Erkundung ging, stand erst einmal ein knapp zweistündiges Nickerchen auf dem Programm, um den verpassten Schlaf nachzuholen. Gegen Nachmittag machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zur Saltstraumen-Brücke, um die weltweit einzigartigen Gezeitenströmungen zu bewundern. Dieses beeindruckende Naturschauspiel erlebten wir aus zwei Perspektiven: - Von oben: Ein faszinierender Blick von der Brücke hinab auf die gigantischen Wassermassen und Strudel. - Von unten: Direkt unter der Brücke auf Höhe der Wasserlinie, wo die unbändige Kraft der Strömung aus nächster Nähe absolut tief beeindruckend wirkt.
Fazit des Tages
Nach diesem ereignungsreichen Tag ging es zurück zum Wohnmobil. Erst einmal ausgiebig duschen, danach gab es ein leckeres Essen und den restlichen Abend verbrachten wir ganz entspannt beim Relaxen. Ein langer, aber wunderschöner Tag im Norden Norwegens!
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