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Reisebericht:
Von Saltstraumen nach Rokland – Alte Bekannte und wollige Straßenblockaden
Die Überraschung des Morgens: Die Welt ist ein Dorf (in Saltstraumen)
Der Tag begann eigentlich wie jeder andere: Startklar machen für die nächste Etappe. Doch der Morgen hielt eine handfeste Überraschung bereit. Bereits gestern war uns ein VW-Bus mit Siegburger Kennzeichen (SU) uns gegenüber aufgefallen. Der Fahrer war nach der Ankunft direkt aufgebrochen – vermutlich zum Wandern – und erst spät abends wiedergesehen worden. Heute Morgen bot sich dann die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch. Auf die Frage, woher er denn genau komme, entgegnete er nur schmunzelnd: „Wir kennen uns doch!“ Und tatsächlich: Der erste Eindruck von gestern Abend hatte nicht getäuscht. Vor uns stand ein ehemaliger Arbeitskollege aus Kölner Zeiten bei CSC! Da fährt man quer durch Skandinavien, um sich dann rein zufällig auf demselben Stellplatz in Norwegen zu treffen. Wir haben uns natürlich ausgiebig über die Vergangenheit und alte Kollegen ausgetauscht. Er ist mittlerweile seit zwei Jahren in Rente und hat sich ein großartiges Abenteuer vorgenommen: Insgesamt zehn Wochen will er durch Norwegen touren (vier Wochen hat er schon hinter sich). Besonders beeindruckend: Er hat extra vor und während der Reise Norwegisch gelernt, um die Sprache vor Ort zu vertiefen. Ein wirklich großartiges und unerwartetes Wiedersehen!
Abflug mit Hindernissen: Wenn der Tipp des Kollegen nachwirkt
Nach dem gemütlichen Plausch ging es endlich los in Richtung Rokland. Da uns der Kollege noch erzählt hatte, dass die E17 landschaftlich die schönere Route sei, passierte es prompt: Kurz nach dem Start haben wir die falsche Abfahrt erwischt. Statt auf der E6 landeten wir auf besagter E17. Das Malheur fiel uns leider erst nach 25 Kilometern auf. Also hieß es: Wenden und das Ganze wieder zurück. Nach diesem unfreiwilligen 50-Kilometer-Umweg waren wir dann aber endlich auf der richtigen Strecke.
Das Tages-Highlight: Die wahren Herrscher der Straße
Die Weiterfahrt bot ein skurriles und typisch norwegisches Schauspiel. Alle paar Kilometer trafen wir auf Schafe. Die Tiere ließen sich durch absolut nichts aus der Ruhe bringen – teilweise lagen sie mitten auf der Straße und kauten völlig tiefenentspannt wieder. Slalomfahren auf Norwegisch!
Das Etappenziel: Nordnes Kro og Camping in Rokland Nach dem kleinen Umweg und den tierischen Begegnungen haben wir schließlich unser heutiges Tagesziel erreicht: den Campingplatz Nordnes Kro og Camping in Rokland. Der Platz macht einen wirklich guten Eindruck und bietet alles, was das Camper-Herz begehrt: - Sanitäre Anlagen: Sauber, inklusive WCs und Duschen. - Komfort: Waschmaschine und Trockner sind vorhanden (perfekt für einen Zwischenstopp). - Gastronomie: Ein platzeigenes Restaurant, das lokale Spezialitäten anbietet.
Ausblick: Morgen geht es weiter in Richtung Dalsgrenda.
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