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2026-57 Nordkap (Saggrenda dam)

Nordkap (Saggrenda dam)

Datum: 23.07.2026 bis 24.07.2026
Ziel: Saggrendadam (Wohnmobilstellplatz Saggrenda dam ) 

3615 Saggrendadam - Bergmannsveien

176 km

Preis: € Kostenlos ( Anz.Nächte: 1)

 

Auf dem Platz vorhanden:  

 

Lage: Lage
Ausstattung: Ausstattung
Sauberkeit: Sauberkeit
Preis-Leistung: Preis 
Personal: Personal 
Durchschnitt: 3,0 von 5

 

Wetter: Sonne
Sat-Empfang: Kein Signal
Handy-Empfang:

 

Persönliche Empfehlung: Für ein Nacht absolut in Ordnung 

 

Reisebericht:

 

Unterwegs zum Saggrenda-Damm & den Silberminen von Kongsberg

1. Etappe & kleine Überraschungen auf dem Weg

Nach einer erholsamen und guten Nacht starteten wir heute (Donnerstag) in Richtung Saggrenda-Damm.
Unterwegs fielen uns die zahllosen Wohnmobile auf, die in Richtung Norden rollten.
Da hatten wir den Termin für unsere Reise wirklich ideal gewählt:
Jetzt, wo die Sommerferien beginnen, füllen sich die Stell- und Campingplätze in Norwegen merklich schnell.
Auf der Route gab es kurz einen witzigen Heimat-Moment:
Rechts tauchte plötzlich ein Ortsschild mit „BERGHEIM 1 km“ auf – für einen kurzen Augenblick dachten wir fast, wir wären schon wieder zu Hause!
Ein Stück weiter, auf Höhe eines Verteilerkreises mit Einkaufszentrum, entdeckten wir eine Tankstelle mit sehr gutem Preis:
Diesel für 18,29 NOK (ca. 1,67 €).
Da hieß es natürlich sofort: Blinker setzen, rausfahren und volltanken!
Anschließend ging die Fahrt weiter durch insgesamt vier Tunnel bis zum Ziel.

2. Ankunft am Saggrenda-Damm: Vom Bergbau-Wassersystem zum Badesee
Der Stellplatz liegt direkt an einem künstlich angelegten Damm.
Auf dem Park- und Stellplatz herrschte reger Betrieb mit vielen PKWs.
Nach einer kurzen Platzsuche starteten wir direkt einen ersten Rundgang.
Etwa 100 Meter weiter befindet sich noch ein zweiter Stellplatz, auf dem ebenfalls viele Tagesgäste parkten – diese fuhren jedoch gegen Abend nach ihrem Badespaß wieder ab.

Hintergrundwissen zum Saggrenda-Damm:

Der Staudamm und die umliegenden Teiche (Saggrenda dammane) sind keine modernen Freizeitanlagen, sondern historische Denkmäler der Ingenieurskunst.
Sie wurden im 17. und 18. Jahrhundert von den Bergleuten der Silbermine angelegt.
Das aufgestaute Wasser war unentbehrlich:
Über Kanäle und Wasserräder trieb die Wasserkraft die riesigen Pumpen an, die das Grundwasser aus den tiefen Minenschächten förderten, sowie die Hammerwerke zur Erzverarbeitung.
Heute: Der einst hart erarbeitete Stausee dient als idyllisches Naherholungsgebiet.
Im aufgestauten Bereich gibt es heute eine tolle Bucht mit Sandstrand, einer Hüpfburg, einem großen Spielball und einer Badeinsel auf dem Wasser.

3. Die historische Silbermine von Saggrenda (Kongsberg Sølvverk)

Oberhalb des zweiten Stellplatzes befindet sich der Eingang zur berühmten Silbermine.

Hintergrundwissen zur Silbermine:

Die Silbergruben von Kongsberg (Kongsberg Sølvverk) zählen zu den bedeutendsten Industrie- und Kulturdenkmälern Norwegens.
Im Jahr 1623 entdeckten zwei Kinder zufällig Silber auf einem Berg, woraufhin König Christian IV. die Stadt Kongsberg und das königliche Bergwerk gründete.
- 330 Jahre Bergbau: Bis zur Schließung im Jahr 1957 wurden hier über 1.350 Tonnen reines Silber gewonnen.
- Das Besucherbergwerk: Ein Highlight für Besucher ist die historische Grubenbahn (Grubebane), die Gäste rund 2,3 Kilometer weit tief in den Berg hinein bis zur „Königsgrube“ (Kongens gruve) bringt – etwa 340 Meter unter der Erde!
- Eintritt / Preise: Der Eintritt für Senioren (65+) liegt bei 300 NOK.
- Unsere Erfahrung: Leider waren für heute bereits alle Touren und Fahrten durchgeführt, als wir ankamen.
Ein Blick auf die historische Anlage lohnte sich aber dennoch!

4. Ruhiger Ausklang & Ausblick

Zurück am Wohnmobil haben wir uns etwas Leckeres zu essen zubereitet, aufgeräumt und den restlichen Tag ganz entspannt ausklingen lassen, während sich die Parkplätze um uns herum langsam leerten.

Wie es morgen weitergeht:

Morgen steht die Fahrt nach Risør an – das ist bereits unsere vorletzte Station in Norwegen, bevor es schließlich mit der Fähre hinüber nach Dänemark geht. 

 

 

Bilder:

 

 

 

Video(s):