Ab in die Welt und was erleben
 

Fahrbericht Nordkap 2026

Fahrbericht Nordkap 2026

 

1. Etappe
Etappe 01

Der Aufbruch zum Nordkap und ein stürmischer Auftakt am Steinhuder Meer

Etappe: Heimatort - Steinhude (Steinhuder Meer)

Großer Reiseplan: 9 Wochen Abenteuer durch Schweden, Finnland, zum Nordkap, zurück über Norwegen, die Lofoten und Dänemark.

Nächste Schritte: Morgen Weiterfahrt nach Wismar, Samstag ab Rostock mit der Fähre nach Trelleborg.
Das ganz große Abenteuer hat offiziell begonnen!
Neun Wochen Freiheit liegen vor uns, eine Traumroute, die uns über Schweden und Finnland bis ganz hinauf zum Nordkap führen wird, bevor es über die spektakulären Lofoten, die norwegische Küste und Dänemark wieder Richtung Heimat geht.
Die Vorfreude war riesig, als der Motor startete und die ersten Kilometer der Langzeitreise unter die Räder genommen wurden.
Für den allerersten Zwischenstopp ging es zum Steinhuder Meer – perfekt, um erst einmal anzukommen.
Moderner Stellplatz und maritimer Start.
Am Stellplatz in Steinhude angekommen, lief alles absolut reibungslos: Die Einfahrt erfolgt über ein modernes Schrankensystem, bei dem man direkt an der Schranke eine QR-Karte zieht.
Diese Karte ist der universelle Schlüssel für den Aufenthalt: Mit ihr öffnet sich die Schranke, sie gewährt den Zugang zu den Sanitärgebäuden und dient dazu, den Strom an den Säulen freizuschalten.
Nachdem das Wohnmobil sicher auf seinem Platz stand und der Strom angeschlossen war, zog es uns nach draußen.
Es ging direkt zu einem gemütlichen Rundgang entlang der Promenade am Steinhuder Ufer.
Die frische Brise tat gut, und für das passende Urlaubsfeeling sorgte ein kurzer, leckerer Snack: ein frisch zubereiteter, herrlich knuspriger Backfisch.

Ungeplante Planänderung auf dem Wasser
Spontan fiel die Entscheidung, noch eine Rundfahrt über das Steinhuder Meer zu machen.
Das Wasser strahlte eine wunderbare Ruhe aus, doch die Fahrt verlief nicht ganz ohne Aufregung: Mitten auf dem See gab es einen medizinischen Zwischenfall, als eine ältere Dame an Bord einen Schwächeanfall erlitt.
Der Kapitän reagierte sofort goldrichtig, wendete das Schiff und trat die direkte Rückfahrt zum Anleger an, damit die Dame schnellstmöglich medizinisch versorgt werden konnte.
Nachdem der Schreckmoment vorüber und die Passagierin in guten Händen war, legte das Schiff wieder ab, und wir konnten die restliche Weiterfahrt über das Steinhuder Meer fortsetzen.

Flucht vor dem Unwetter und Klarmachen der "Zentrale".
Lange verweilen konnten wir nach der Anlandung allerdings nicht mehr.
Am Himmel bauten sich bedrohlich dunkle, schwere Wolkenwände auf, und die ersten dicken Tropfen kündigten ein kräftiges Unwetter an.
Also hieß es: Beine in die Hand nehmen und im Schnellschritt zurück zum Stellplatz!
Gerade noch rechtzeitig wurde das schützende Wohnmobil erreicht.
Den restlichen Abend verbrachten wir gemütlich im Trockenen.
Da es der allererste Tag einer so langen Reise war, wurde die Zeit intensiv genutzt, um im Wohnmobil erst einmal richtig Struktur hineinzubringen.
Alles wurde für die restlichen Wochen gen Norden organisiert, perfekt verstaut und griffbereit sortiert.

Der Blick nach vorn
Der Grundstein für die Nordkap-Tour ist gelegt, die "Zentrale" ist perfekt eingerichtet.
Morgen steht die nächste Etappe ins historische Wismar auf dem Plan, bevor am Samstag in Rostock die Fähre nach Trelleborg wartet.

Schweden, wir kommen!
2. Etappe
Etappe 02

Richtung Nordkap:

Regen, Staus und ein kulinarisches Happy End auf Poel
Route: Steinhuder Meer → Wismar → Insel Poel
Gefahrene Kilometer: ca. 270 km

Ziel: Nordkap (nächster Zwischenstopp: Schweden)
Der zweite Tag unserer großen Skandinavien-Reise stand ganz unter dem Motto: Der Weg zum Nordkap ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Und heute hatte der Marathon ein paar Hürden für uns parat.

Die Fahrt: Geduldsprobe auf der Autobahn
Nach dem Aufbruch am Steinhuder Meer steuerten wir Richtung Norden.
Die Route führte uns über die A7, A1 und die A20 Richtung Wismar.
Das Wetter meinte es heute mäßig gut mit uns: Dauerregen begleitete uns fast die gesamte Fahrt.
Zu allem Überfluss machten uns der typische Urlaubsverkehr, dichte Staus und ein Unfall das Leben schwer. Kilometer um Kilometer arbeiteten wir uns vorwärts, die Scheibenwischer im Dauereinsatz.

Flexibilität ist alles: Planänderung in Wismar

In Wismar angekommen, die nächste kleine Ernüchterung:
Der anvisierte Stellplatz war restlos ausgebucht.
Aber echte Nordkap-Fahrer lassen sich davon nicht entmutigen!
Also hieß es: Umdisponieren. Nach einer kurzen Suche fiel die Wahl auf die nahegelegene Insel Poel.
Bevor es zum neuen Stellplatz ging, haben wir erst noch fix einen Zwischenstopp beim REWE eingelegt, um unsere Vorräte für die nächsten Tage aufzustocken. Sicher ist sicher.

Oase der Ruhe: Der „Poeler Forellenhof“
Auf der Insel Poel steuerten wir den Stellplatz am Poeler Forellenhof an – und wir hatten Glück! Es waren noch Plätze frei. Ein Stein fiel uns vom Herzen.

Unser Eindruck vom Stellplatz:
Sanitäre Anlagen: Zugegeben, die Einrichtung ist schon etwas in die Jahre gekommen, aber es war alles absolut sauber und in Ordnung.
Ausstattung: Ein dicker Pluspunkt – es gibt Waschmaschinen und Trockner vor Ort (perfekt für eine lange Reise).

Das Highlight:
Nach dem stressigen Fahrtag haben wir uns ein Abendessen im zugehörigen Restaurant gegönnt.
Das Essen war wirklich hervorragend und die perfekte Entschädigung für das zähe Vorankommen auf der Autobahn.

Abendstimmung und Ausblick

Kaum saßen wir im Trockenen, legte das Wetter noch mal nach.
Der Abend verabschiedete sich mit prasselndem Regen und einem sehr stürmischen Wind, der unser Mobil ordentlich durchschüttelte.
Aber im gemütlichen Innenraum lässt sich das skandinavische Feeling ja schon mal üben.

Morgenstund hat Gold im Mund:
Morgen geht es ohne Umwege direkt nach Rostock.
Dort wartet die Fähre auf uns, die uns endlich rüber nach Schweden bringt.

Das Abenteuer nimmt Fahrt auf!Hürden für uns parat.
3. Etappe
Etappe 03

Richtung Nordkap:

Von der Insel Poel über die Ostsee nach Schweden
Etappe: Insel Poel ➔ Rostock ➔ Trelleborg (Schweden)
Ziel des Tages: Erster Stellplatz auf schwedischem Boden

Ruhige Fahrt zum Fährhafen
Der Tag begann entspannt. Nach den ersten Tagen der Eingewöhnung hieß es Abschied nehmen von der beschaulichen Insel Poel. Die Fahrt in Richtung Rostock verlief absolut ruhig und ohne Zwischenfälle – der perfekte Start für einen langen Reisetag.
In Rostock angekommen, stand erst einmal die Pflichtlektüre für jeden Skandinavien-Urlauber auf dem Programm: Vorbereitung ist alles!
- Den Tank noch einmal randvoll gemacht (wer weiß, wann die nächste Zapfsäule kommt und wie die Preise oben aussehen).
- Die Vorräte im Supermarkt aufgestockt.
. Und ganz wichtig: Frische belegte Brötchen beim Bäcker für die lange Überfahrt besorgt.

Die Geduldsprobe am Terminal & Leinen los!
Sicherheit geht vor: Ganze vier Stunden vor Abfahrt bogen wir auf das Fährterminal in Rostock ein.
Belohnt wurde das frühe Erscheinen mit einem Spitzenplatz – wir standen ziemlich weit vorne in der Warteschlange.
Nach einer gefühlt endlosen Wartezeit, in der die Vorfreude auf Schweden immer größer wurde, hieß es dann endlich: Einwinken auf die Fähre der Stena Line!
Pünktlich um 15:10 Uhr ertönte das Schiffshorn, die Rampen schlossen sich und wir legten ab in Richtung Trelleborg.
Die rund sechs Stunden an Bord vergingen bei ruhiger See fast wie im Flug – perfekt, um Seeluft zu schnuppern und die Seele baumeln zu lassen.

Välkommen till Sverige!
Um ca. 21:15 Uhr erreichte die Fähre den Hafen von Trelleborg.
Endlich schwedischer Boden unter den Reifen!
Da es schon dämmerte, fackelten wir nicht lange und steuerten ohne Umwege unseren vorab gebuchten Stellplatz an.
Das Einparken und Ausrichten des Wagens war reine Routinesache.
Jetzt sitzen wir hier, lassen den Blick schweifen und genießen einfach nur den ersten schwedischen Abend unseres großen Nordkap-Abenteuers.

Ausblick auf morgen: Tag 4
Morgen geht die Reise weiter tiefer hinein ins schwedische IDyll.
Unser nächstes Etappenziel heißt Ronneby-Ronnebyhamn an der Blekinge-Küste.
Der Stellplatz ist zum Glück schon fest gebucht, sodass wir den morgigen Fahrtag ganz entspannt angehen können.

Hejdå und gute Nacht aus Schweden!
4. Etappe 
Etappe 04

Etappe zum Nordkap

Der Start in den Tag: Frisch gestärkt nach Schweden

Nach der gestrigen Fährüberfahrt von Rostock nach Trelleborg haben wir herrlich geschlafen.
Der Morgen begann tiefenentspannt: Erst ein ausgiebiges Frühstück im Camper, dann ein kurzer Fußweg zum nahegelegenen Supermarkt, um die Vorräte für die nächsten Tage aufzustocken.
Danach hieß es: Grauwasser entsorgen, Toilette reinigen und Frischwasser einfüllen.
Motor an und ab Richtung Norden! Das Etappenziel für heute: Ronneby.

Die Fahrt: 213 km schwedisches Wechselwetter

Die Fahrt führte uns über insgesamt 213 Kilometer durch die südschwedische Landschaft.
Das Wetter zeigte sich dabei von seiner typisch abwechslungsreichen Seite – wir fuhren im ständigen Wechsel zwischen strahlendem Sonnenschein und kurzen Regenschauern.

Das Tagesziel: Hafen-Idylle in Ronneby

Angekommen in Ronneby steuerten wir den direkt am Hafen gelegenen Stellplatz an.
Da wir bereits im Vorfeld gebucht hatten, war die Ankunft absolut stressfrei:
- Check-in: Super schnell und unkompliziert per Code an der Schranke.
- Der Platz: Große, klar ausgewiesene Parzellen mit einem ebenen Untergrund aus feinem Schotter.
- Das Highlight: Die fantastische Sicht direkt aufs Wasser!

Auch am Nachmittag begleitete uns das Wechselspiel aus Sonne und Regen, was der Gemütlichkeit aber keinen Abbruch tat.
Das Sanitärgebäude ist zwar kompakt gehalten (je eine Toilette und eine Dusche), dafür aber sauber – und genau wie der Strom komplett im Preis inklusive.
Bis in den Ort sind es von hier aus etwa 1,5 Kilometer.

Fazit zum Stellplatz: Ein sehr schöner, ruhiger und absolut empfehlenswerter Ort zum Entschleunigen!

Ausblick auf morgen: Ein Wiedersehen in Oskarshamn
Morgen packen wir wieder zusammen und es geht weiter nach Oskarshamn.
Den dortigen Stellplatz kennen wir bereits aus unserem Urlaub 2024 – ein wunderschöner Hafenstellplatz, auf den wir uns jetzt schon riesig freuen.

Das Nordkap ruft!

 

5. Etappe 
Etappe 05

Roadtrip Richtung Nordkap, wiedersehen mit Oskarshamn

Route: Stellplatz Ronneby - Stellplatz Oskarshamn

Wetter: Skandinavischer Wechselstrom aus Sonne und RegenschauernAuf dem Weg nach Norden:

Tag 5 bricht an:

Unser fünfter Tag auf dem Weg zum großen Ziel – dem Nordkap!
Heute Morgen starteten wir vom Stellplatz in Ronneby.
Die schwedische Natur zeigte sich unterwegs von ihrer wechselhaften, aber charmanten Seite: Mal prasselte der Regen gegen die Windschutzscheibe, im nächsten Moment riss der Himmel auf und die Sonne strahlte uns entgegen.
Bei der Ankunft auf dem Stellplatz in Oskarshamn die erste Erleichterung: Es waren noch genügend Plätze frei.
Wir hatten sogar richtig Glück und ergatterten einen Platz in der allerersten Reihe direkt am Hafen, mit perfektem Blick auf das Treiben auf dem Wasser.

Ein vertrauter Wohlfühlort.

Für uns ist dieser Stopp ein echtes Wiedersehen.
Wir steuern den Platz nun schon zum zweiten Mal an – das letzte Mal waren wir im Juli 2024 während unserer „kleinen Nord-Tour“ hier.
Der Empfang durch das Personal war wieder gewohnt herzlich.
Nach dem Bezahlen gab es direkt den Code für das Sanitärgebäude.
Das Schöne hier: Es ist alles inklusive.
Die sanitären Anlagen sind modern, blitzsauber und es stehen sogar Waschmaschinen und Trockner bereit – Gold wert auf einer langen Reise!

Hafenflair und ein unschlagbares Mittagessen
Nach dem Einrichten des Wohnmobils zog es uns nach draußen.
Wir machten einen gemütlichen kleinen Rundgang um den Hafen und ließen uns die frische Brise um die Nase wehen.
Für das Mittagessen steuerten wir das direkt anliegende AIDIS Restaurant an, das wir nur wärmstens empfehlen können:

Kulinarischer Tipp:

Das Restaurant bietet vier verschiedene tägliche Mittagsgerichte an.
Für gerade einmal 129 SEK (ca. 11,85 €) pro Person bekommt man hier ein leckeres Hauptgericht inklusive Getränk und frischem Salat vom Buffet.
Das Essen war hervorragend und das Personal super freundlich!

Gemütlicher Ausklang im Camper.

Gut gestärkt bummelten wir anschließend noch ein wenig in Richtung Innenstadt.
Das Wetter blieb jedoch unberechenbar: Kaum waren wir auf dem Rückweg zum Wohnmobil, fing es auch schon wieder an zu regnen.
Jetzt sitzen wir gemütlich im Trockenen, während draußen der Mix aus Sonne und Regen weitergeht.
Es ist spannend zu beobachten, wie immer wieder neue Wohnmobile aus den verschiedensten Ländern auf den Platz rollen – das Nordkap zieht eben Camper aus ganz Europa an.

Fazit für Tag 5:

Oskarshamn ist und bleibt ein Stellplatz, auf den man gerne wieder kommt und an dem man problemlos auch ein paar Tage länger verweilen möchte.
Ein perfekter Zwischenstopp auf unserem großen Abenteuer!

 

6. Etappe 
Etappe 06

Richtung Nordkap

Roadtrip-Tagebuch: Von Oskarshamn nach Söderköping

Etappe: Oskarshamn ➔ Söderköping

Wetter: Der klassische schwedische Mix – Regen, Sonnenschein und wechselhaft, aber die Temperaturen klettern langsam nach oben!

Die Fahrt: Typisch Schweden (inklusive Extrarunde)

Die heutige Fahrt knüpfte nahtlos an die letzten Tage an: Ein ständiges Wechselspiel aus dichten Regenwolken und strahlendem Sonnenschein. Schwedenwetter wie es im Buche steht!
Auf halber Strecke hieß es dann plötzlich: Stopp, hier geht es nicht weiter.
Eine Straßensperrung zwang uns zu einem 20 Kilometer langen Umweg.
Aber wie das oft so ist, entpuppte sich der Umweg als echter Glücksgriff.
Die Route führte uns mitten durch das Bilderbuch-Schweden: vorbei an winzigen, roten Dörfern und gefühlt unzähligen, glitzernden Seen. Entschleunigung pur!

Ankommen in Söderköping

In Söderköping angekommen, lief am Stellplatz alles wie am Schnürchen.
Dank unseres vorab reservierten Codes öffnete sich die Einfahrt problemlos.
Mittags war der Platz noch herrlich leer, am Nachmittag füllte es sich dann spürbar.

Schleusen-Romantik, Pizza & Rieseneis

Vom Stellplatz aus spazierten wir direkt am idyllischen Göta-Kanal entlang in Richtung Innenstadt.
Der Hunger trieb uns in eine gemütliche Pizzeria – und die Pizza war wirklich lecker!
Als Nachtisch durfte das obligatorische, legendäre schwedische Eis natürlich nicht fehlen (wer Söderköping kennt, weiß, dass man hier an Eis einfach nicht vorbeikommt!).
Der Rückweg führte uns wieder an den Hafen.
Hier haben wir uns ein schattiges Plätzchen gesucht und eine ganze Weile lang das geschäftige Treiben beobachtet: Kleine Freizeitboote und beeindruckend große Schiffe wurden hier durch die Schleusen manövriert.
Ein absolut faszinierendes Schauspiel.

Trubel auf der anderen Strassenseite.

Direkt gegenüber von unserem Stellplatz ging es heute sportlich zu.
Dort fand ein großer Stadtlauf statt.
Die Stimmung war fantastisch – es gab viele Attraktionen am Rand, jede Menge Zuschauer und ein riesiges Teilnehmerfeld. Ein tolles Spektakel direkt vor der Haustür!

Der Stellplatz im Check

Zum Abschluss noch ein kurzes Fazit zu unserem heutigen Übernachtungsplatz:
- Ausstattung: Direkt am Platz gibt es einen modernen Automaten zur Reinigung der Chemie-Toilette sowie Müllcontainer.
- Sanitär: Duschen und WCs sind leider nicht direkt am Platz, sondern sollen etwa 700 Meter entfernt sein (ein kleiner Spaziergang ist also eingeplant).
- Fazit: Ein wirklich schöner, zentraler Platz und ideal für 1 bis 2 Übernachtungen, um Söderköping und den Göta-Kanal zu erkunden.

Jetzt lassen wir den Abend gemütlich ausklingen und hoffen, dass die Sonne morgen endgültig den Kampf gegen den Regen gewinnt!
7. Etappe 
Etappe 07

Richtung Nordkap.

Die Fahrt durch das schwedische Bilderbuch.

Der siebte Tag unserer Reise in Richtung Nordkap bescherte uns ein echtes Highlight, noch bevor wir überhaupt die Kilometer auf der Straße zurückgelegt hatten:
Es war der erste Tag der gesamten Tour komplett ohne Regen!
Bei herrlichsten sommerlichen Temperaturen um die 26 Grad machte das Fahren gleich doppelt so viel Freude.
Unsere heutige Route führte uns von Söderköping aus kontinuierlich in Richtung Norden nach Västerås.
Die Strecke verlief zwar über die gut ausgebaute Kraftstraße, bot jedoch genau das landschaftliche Panorama, das man sich unter Schweden vorstellt und wünscht: endlose, dichte Nadelwälder und tiefblaue, glitzernde Seen, die im Sonnenlicht funkelten.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es allerdings: Obwohl am Straßenrand permanent die markanten Elch-Warnschilder aufgestellt waren, ließ sich der „König der Wälder“ leider immer noch nicht blicken.
Wir halten die Augen für die nächsten Tage weiter offen.

Reisetipp & Logistik-Glück

Kurz vor der Einfahrt nach Västerås bot sich uns die perfekte Gelegenheit für einen Versorgungsstopp.
Wir entdeckten einen LIDL für den schnellen, unkomplizierten Lebensmitteleinkauf.
Direkt nebenan befand sich zudem eine Tankstelle mit dem bisher günstigsten Dieselpreis der gesamten Region.
Hier haben wir die Gunst der Stunde genutzt und den Tank direkt randvoll gemacht.

Ankunft am Hafen von Västerås.

Nach dem erfolgreichen Zwischenstopp steuerten wir zielgerichtet unseren vorab reservierten Stellplatz direkt am malerischen Hafen von Västerås an.
Da wir im Vorfeld den Stellplatz Nr. 6 gebucht hatten, verlief die Ankunft absolut stressfrei.
Bereits am Morgen hatten wir den digitalen Zugangscode für den Sanitärbereich bequem per E-Mail erhalten.
Der Stellplatz selbst punktete sofort durch seine Struktur: Der Untergrund ist sauber geschottert, fast vollkommen eben und bietet jedem Fahrzeug eine großzügige Parzellenbreite von exakt 4 Metern – ausreichend Platz zum Wohlfühlen.
Das gesamte Hafenareal versprüht ein lebendiges, maritimes Flair.
Neben zahlreichen Liegeplätzen für Boote gibt es eine gemütliche Gaststätte, eine Eisdiele für die sonnigen Stunden und eine moderne Wakeboardanlage.
Von unserem Stellplatz aus hatten wir freie, direkte Sicht auf die Anlage und konnten gespannt beobachten, wie viele Sportler auf dem Wasser versuchten, diverse Sprünge und Kunststücke zu absolvieren.

Komfort & Ausstattung

Der Sanitärbereich am Hafen hat uns absolut überzeugt und verdient eine besondere Erwähnung:
- Sauberkeit: Alles war in einem tadellosen, hochreinen Zustand.
- Aufteilung: Strikt getrennte Bereiche für Damen und Herren.
- Ausstattung: Neben Toiletten und Duschen steht den Gästen sogar eine eigene Sauna zur Verfügung – purer skandinavischer Luxus.

Nachmittagsprogramm.

Direkt nach der Ankunft haben wir uns in der bordeigenen Küche ein leckeres Essen zubereitet.
Frisch gestärkt brachen wir anschließend zu Fuß in Richtung Innenstadt auf.
Västerås überzeugte uns mit einer charmanten Fußgängerzone, die zum Bummeln einlud, sowie dem beeindruckenden, historischen Dom.
Nach einer gemütlichen Shopping-Runde kehrten wir zurück zum Hafen, um uns dem schwedischen Lebensgefühl hinzugeben: Es wurde Zeit für eine traditionelle Fika (Kaffeepause) am Reisemobil, gefolgt von einer erfrischenden Dusche.

Licht und Schatten am Abend

Den Abend ließen wir gemütlich vor dem Camper ausklingen.
Bei aller Begeisterung für die tolle Lage und Ausstattung gibt es jedoch zwei Aspekte, die man bei der Reiseplanung beachten sollte: Der Stellplatz verfügt über keinerlei Schatten spendende Bäume.
Zudem sorgen die nahegelegene Hauptstraße sowie eine Eisenbahnlinie für eine gewisse, konstante Hintergrundakustik.
Gegen Abend gesellte sich außerdem laute Musik von Jugendlichen hinzu, die sich am nahegelegenen Skateboardplatz aufhielten.

Fazit & Ausblick

Alles in allem ist dies ein wirklich schöner, moderner Stellplatz mit fantastischer Infrastruktur, den man gerne wieder ansteuert.
Aufgrund der Beliebtheit und der begrenzten Plätze am Wasser ist eine frühzeitige Buchung jedoch unbedingt zu empfehlen.
Morgen setzen wir unser Abenteuer fort.
Die Reise führt uns weiter in Richtung Söderhamn.
Auch für die dortige Etappe haben wir bereits im Vorfeld einen Stellplatz fest vorreserviert, sodass wir der Weiterfahrt ganz entspannt entgegenblicken können.
8. Etappe 
Etappe 08

Auf dem Weg zum Nordkap – Hafenidylle und ein kleiner Schreck in Söderhamn

Der Morgen startete heute mit ein paar Regentropfen, was uns aber nicht weiter störte.

Nach dem Aufstehen hieß es erst einmal Routinearbeit:
- Das Frühstück schmecken lassen,
- die Toilettenbox säubern,
- frisches Wasser nachfüllen
- und den Müll entsorgen.
Als alles erledigt und das Wohnmobil startklar war, machten wir uns auf den Weg in Richtung Söderhamn.

Die Fahrt führte uns durch die typisch schwedische Bilderbuchlandschaft:
- endlose, dichte Wälder,
- glitzernde Seen und immer wieder
- charmante, kleine Ortschaften.
Unterwegs gab es eine kurze Zwangspause – ein kleiner Stau wegen einer Lkw-Panne (Reifenplatzer) kostete uns etwa 20 minuten Zeit, aber wir nahmen es gelassen.

Der Stellplatz-Glücksgriff im Hafen.

Am Hafen von Söderhamn angekommen, stand wie immer der Stellplatz-Check an.
Und wieder einmal hat es sich absolut ausgezahlt, dass wir vorgebucht hatten!
Während wir entspannt einparken konnten, mussten einige andere Wohnmobile frustriert umdrehen – alles komplett besetzt.

Der Platz ist wirklich klasse gelegen:

Infrastruktur: Direkt nebenan gibt es eine gemütliche Eisdiele und ein Café.
Dort haben wir auch den Code für das Sanitärgebäude bekommen, das mit Duschen, Toiletten, Waschmaschine und Trockner bestens ausgestattet ist.

Kulinarik: Nur ca. 100 Meter entfernt liegt der Laden „Smashing Burger“.
Dort gab es für uns richtig leckere Burger, Fritten und Salate zu absolut fairen, schwedischen Preisen.

Ein kurzer Schreckmoment und pure Erholung

Klassisches Sightseeing haben wir uns heute bewusst gespart.
Am Nachmittag gab es allerdings einen kurzen Schreckmoment: Plötzlich lief Wasser unter dem Motorraum aus!
Nach bangen Minuten des Beobachtens stellte sich aber heraus, dass es höchstwahrscheinlich nur das Kondenswasser der Klimaanlage war, da es später komplett aufhörte. Durchatmen!

Der Hafen hier ist herrlich ruhig. Den restlichen Tag haben wir also ganz entspannt beim Relaxen verbracht.

Ausblick: Auf zum Mittsommerfest!

Morgen geht es weiter nach Sundsvall.
Dort haben wir uns für zwei Tage auf dem „Wohnmobilstellplatz First Camp“ eingemietet.
Der Plan für die nächsten Tage steht:
- Mal einen komplett fahrfreien Tag einlegen und die Beine hochlegen.
- Das schwedische Midsommerfest in Sundsvall miterleben!

Am Sonntag zieht die Karawane dann weiter nach Docksta.

Das Abenteuer Nordkap geht weiter!
9. Etappe 
Etappe 09

Richtung Nordkap

Mittsommer-Magie, „blöde Biester“ und geschlossene Türen in Sundsvall

Eine Nacht, die einfach nicht dunkel werden wollte – Midsommar in Schweden ist wirklich ein Erlebnis für sich!
Trotz des anhaltenden Tageslichts startete der Tag wie gewohnt gemütlich: erst mal ausgiebig frühstücken und danach das Wohnmobil startklar machen.

Eine tierische Warnung vom Nachbarn

Bevor es auf die Straße ging, haben wir uns noch kurz mit unseren schwedischen Nachbarn unterhalten und von unseren Nordkap-Plänen erzählt.
Prompt gab es einen wertvollen – und ziemlich amüsanten – Insider-Tipp bezüglich der Rentiere:
„Die Biester sind einfach nur blöd.“
Er warnte uns eindringlich vor, dass die Tiere mit Vorliebe mitten auf der Straße herumlaufen.
Nach einem kurzen, gemeinsamen Grinsen auf beiden Seiten ging es dann endlich los.

Wenn an Mittsommer fast alles stillsteht

Unser heutiges Etappenziel hieß Sundsvall.
Unterwegs stand eigentlich noch ein bisschen Kultur- und Konsumprogramm an:
- LIDL: Ein kurzer Zwischenstopp für ein paar Besorgungen klappte noch.
- IKEA Sundsvall: Hier wollten wir eigentlich stöbern und die Unterschiede zwischen dem schwedischen Original und den deutschen Filialen unter die Lupe nehmen.
Da heute allerdings Mittsommer ist, war fast der gesamte Handel lahmgelegt.
Auch IKEA hatte geschlossen – also hieß es für uns: ab zum Campingplatz!

Ankunft auf dem Stellplatz & Großer Waschtag

Glücklicherweise hatten wir unseren Platz für die nächsten zwei Tage bereits vorgebucht, sodass die Ankunft völlig entspannt lief.
Da Waschmaschine und Trockner vorhanden sind, wurde der Nachmittag direkt für einen gründlichen Waschtag genutzt.
Zur Belohnung gab es an der Rezeption noch ein echtes kulinarisches Highlight: einen super leckeren „Butterkaka“ (ein schwedischer Kuchen mit Zimt und Pudding).
Absolut empfehlenswert!

Den Abend haben wir mit einem kleinen Rundgang über den Platz ausklingen lassen – inklusive herrlichem Blick aufs Wasser.
Man ist hier definitiv in guter Gesellschaft, denn es stehen auch einige andere deutsche Wohnmobilisten auf dem Platz.

Ausblick

Morgen bleibt das Wohnmobil stehen, denn dann steht ein gemütlicher Stadtbummel in Sundsvall auf dem Plan. Mal sehen, was Tag 2 an diesem schönen Fleckchen bringt!


--------------------------------------------------------

Nordkap-Tour: Tag 10 (Tag 2 in Sundsvall)

Drachen, Midsommar und ein klares „Nein“.

Der Tag begann wie ein schwedischer Sommertag im Buche steht: Schon morgens war es im Wohnmobil ziemlich warm.
Nach einem gemütlichen Frühstück stand erst einmal ein bisschen Alltag auf dem Programm – die Wäsche von gestern musste noch fertig verarbeitet und verstaut werden.
Danach hieß es: Auf in die Stadt!

Mit dem Bus nach Sundsvall

Über die App „Din Tur“ hatten wir schnell eine passende Verbindung herausgesucht.
Gegen 11:00 Uhr saßen wir im Bus, der uns für schmale 64 Kronen zu zweit vom Stellplatz in Fläsian direkt in die Innenstadt von Sundsvall brachte.
Dort angekommen die Ernüchterung: Midsommar!
Wegen des Feiertags hatten leider alle Geschäfte geschlossen.
Tot war die Stadt deswegen aber nicht, und so machten wir einfach einen ausgiebigen Spaziergang durch die City.

Von bunten Drachen und Ehe-Entscheidungen

Zwei Dinge fielen uns beim Schlendern besonders auf:

- Überall Drachen: An fast jeder Straßenecke stehen bunt bemalte Drachenskulpturen – das hat uns sofort an die bunten Kühe (oder andere Tier-Aktionen) aus unserer Heimat erinnert.
Ein tolles Fotomotiv!

- Das Heirats-Tor: In einem Park stießen wir auf ein dreiteiliges Tor mit den Aufschriften „Ja“, „Nein“ und „Weiß nicht“ – vermutlich gedacht für Heiratsanträge.
Ich habe die Gelegenheit natürlich direkt genutzt und meine Frau noch einmal gefragt.
Ihre Wahl?
Sie stellte sich schnurstracks unter das „Nein“!
Warum?
Na, ganz einfach: Sie ist ja schließlich schon mit mir verheiratet! 😉

Kulinarischer Boxenstopp und Abkühlung

Für den großen oder eher kleinen Hunger fanden wir in der Innenstadt ein geöffnetes Restaurant, das Bowls anbot.
Wir haben uns eine Portion geteilt, die wirklich super lecker war.
Frisch gestärkt ging es weiter zum Hafen und schließlich zurück zum Busbahnhof, von wo aus uns der Bus wieder nach Fläsian brachte.
Am Stellplatz angekommen, zog es uns erst einmal ans Wasser.
Zum Schwimmen war es definitiv noch zu frisch, aber die Beine ins kalte Nass zu strecken, war nach dem Stadtbummel eine herrliche Erfrischung!
Den Nachmittag und Abend haben wir dann ganz entspannt ausklingen lassen: Es gab Kaffee und leckeren schwedischen Butterkaka (Buttekuchen), das Wohnmobil wurde noch ein bisschen aufgeklart und der Rest des Tages stand ganz im Zeichen der Gemütlichkeit.

Ein rundum gelungener Tag 10!
10. Etappe 
Etappe 10

Nordkapp-Tour:

Von Fußball-Emotionen, dem schwedischen Ur-IKEA und der majestätischen Hohen Küste

Der Morgen danach: Sonne statt Dauerregen

Nachdem uns gestern Abend noch starker Regen aufs Dach getrommelt hat, wurden wir heute von bestem Reisewetter empfangen: Die Sonne strahlt und es ist angenehm warm.
Der gestrige Abend stand ganz im Zeichen des Fußballs – mit gemischten Gefühlen für uns als Camping-Gemeinschaft:
Schweden vs. Holland: Leider eine Niederlage für die schwedischen Gastgeber.
Deutschland vs. Elfenbeinküste: Ein solider Sieg für das deutsche Team!
Nach einem entspannten Frühstück wurde das Wohnmobil startklar gemacht und wir rollten bei bestem Sonnenschein auf die E4 mit Kurs auf Docksta.

Das große IKEA-Experiment in Sundsvall

Kurz hinter Sundsvall legten wir einen Zwischenstopp ein, um einer essenziellen Frage auf den Grund zu gehen: Unterscheidet sich ein schwedischer IKEA eigentlich von den deutschen Filialen?
Das Ergebnis unseres kleinen Kultur-Checks: Absolut!
Der schwedische IKEA wirkt deutlich freundlicher, bunter, großzügiger gestaltet und ist räumlich wesentlich weitläufiger geschnitten.
Der Boxenstopp hat sich definitiv gelohnt.
Danach ging es weiter durch die klassische skandinavische Kulisse: endlose, dichte Wälder und tiefblaue Seen.
Einziges Manko der Tagesetappe: Die Elche glänzen weiterhin durch Abwesenheit. Kein einziger hat sich bisher blicken lassen!

Über die Högakustenbron zum Stellplatz-Glück

Ein echtes optisches Highlight der Fahrt war die Überquerung der Högakustenbron (High Coast Bridge).
Die gigantische Hängebrücke spannt sich spektakulär über den Fluss Ångermanälven und markiert den Eingang zu einer ganz besonderen Region.

In Docksta angekommen, steuerten wir direkt den Stellplatz an.

Wir hatten riesiges Glück:
Camping-Tipp: Frühzeitig anreisen!
Der Platz wurde im Laufe des Nachmittags rappelvoll.
Wer hier zu spät kommt, geht leer aus.
Wir konnten uns einen traumhaften Platz mit direktem Blick aufs Wasser sichern.

Der Stellplatz-Check im Überblick:

- Preis: Mit 400 SEK (ca. 37 €) nicht ganz günstig, aber die Lage und Qualität stimmen.
- Sanitär: Duschen und Toiletten sind vorhanden und extrem sauber.
- Service: Das Personal an der Rezeption ist super freundlich und sehr hilfsbereit.
-Gastronomie: Direkt nebenan liegt das Restaurant Skuleberget.
Hier gibt es allerdings Punktabzug: Die Speisekarte ist sehr überschaubar („kleine Karte“) und die Preise sind ziemlich knackig.

Ausblick auf morgen:

Die Reise geht weiter!
Nächster Halt: Robertsfors auf dem Wohnmobilstellplatz Ratans Gästhamn och Camping.

Gute Weiterreise morgen nach Ratan/Robertsfors – und Augen auf, irgendwo müssen diese Elche ja stecken!
11. Etappe 
Etappe 11

Nordkapp-Tour:

Kurioser Heizungs-Ärger in einer hellen, kalten Nacht

Die letzte Nacht hatte es temperaturmäßig in sich.
Zum ersten Mal auf unserer Reise mussten wir im Wohnmobil die Heizung einschalten, da es relativ kalt wurde.
Unser Stellplatznachbar (mit der Aufschrift Roudsurfer.de) wählte eine deutlich lautere Methode gegen die Kälte:
Er ließ seinen Motor tatsächlich bis Mitternacht laufen, um zu heizen.
Man fragt sich unwillkürlich, ob ihm nicht bewusst war, dass ein Wohnmobil über eine eigene Standheizung verfügt...
Die Nacht selbst war – wie hier im Norden mittlerweile gewohnt – wieder durchgehend taghell.

Auf der E4: Weite Landschaften und ein teures Knöllchen in Umeå

Am Morgen hieß es wie gewohnt: Startklar machen, die Toilette entsorgen und ab auf die E4 in Richtung Robertsfors.
Die Fahrt bot einen schönen Tapetenwechsel, denn während die Wälder spürbar weitläufiger werden, nehmen die Seen allmählich ab.
In Umeå steuerten wir zuerst einen Lidl an, um unsere Vorräte aufzustocken.
Der Stopp endete jedoch mit purem Frust:
Auf dem Parkplatz kassierten wir eine "Knolle" wegen Falschparkens, weil wir die Schilder für die Park-App übersehen hatten.
Für gerade einmal 6 Minuten Parken wurden stolze 600 SEK Strafe fällig – in unseren Augen reine Abzocke!
Um den Ärger zu verdauen, machten wir im Anschluss einen Abstecher zu McDonald’s in Umeå.
Neben dem Geschmack wollten wir vor allem die Preise mit Deutschland vergleichen.
Das überraschende Ergebnis: Die Burger waren hier tatsächlich preiswerter als in der Heimat.

Traumplatz in Sikeå und neidische Grüße aus der Heimat

Danach ging es weiter nach Sikeå auf den Campingplatz.
Eine Reservierung war absolut nicht nötig, denn der Platz war ziemlich leer.
Für 300 SEK pro Nacht inklusive Strom konnten wir uns unseren Stellplatz völlig frei aussuchen.
Wir wählten ein fantastisches Fleckchen direkt am Wasser mit einer herrlichen Aussicht.
Kaum angekommen, hieß es: Stühle raus und erst einmal gemütlich Kaffee trinken!
Der kräftige Wind hatte auch sein Gutes, denn eine kleine Ladung Wäsche war dadurch im Handumdrehen wieder trocken.
Später frischte es allerdings noch weiter auf, und es wurde ziemlich kühl und stürmisch.
Passend dazu erhielten wir einen Anruf von meinem Sohn aus Baden-Württemberg, der für ein extremes Kontrastprogramm sorgte:
Während in Deutschland schweißtreibende 39 Grad herrschten, genossen wir hier erfrischende 19 Grad – ein Temperaturunterschied, um den mein Sohn ordentlich beneidete!

Den Abend haben wir uns im warmen Wohnmobil gemütlich gemacht.

Morgen geht es mit großen Schritten weiter in Richtung Nordkap!
12. Etappe 
Etappe 12

Nordkapp-Tour:

Von Baustellen-Nervenkitzel und Hafenidylle

Nach einer herrlich ruhigen und erholsamen Nacht starteten wir frisch gestärkt in den Tag.
Bevor die Reifen wieder rollen durften, stand die klassische Abfahrtsroutine an:
Alles sicher verstauen, frisches Wasser nachfüllen, Müll entsorgen – und ab auf die E4.

Das Google-Dilemma und eine Handbreit Platz

Google Maps wollte uns im Vorfeld ein kleines Schnippchen schlagen und meldete wegen eines Neubaus eine Vollsperrung der E4 inklusive einer fetten Umleitung.
Wir haben es trotzdem gewagt und wurden belohnt:
Die E4 war komplett offen! Einzig einige Behelfsstraßen zwangen uns dazu, das Tempo etwas drosseln.
Richtiges Adrenalin gab es dann an einer Baustellenampel.
Direkt hinter dem Engpass kam uns ein riesiger Schwertransporter entgegen.
Der Platz war absolut minimal – der Koloss schob sich mit gerade mal einer Handfläche Abstand an unserem Wohnmobil vorbei.
Puh, das war verdammt knapp!
Nachdem sich der Puls wieder beruhigt hatte, ging es erst mal zum Tanken (Diesel für 18,49 SEK) und danach weiter zu unserem Tagesziel.

Etappenziel: Der Stellplatz in Jävre

Der Stellplatz in Jävre ist kaum zu verfehlen und war schon von der E4 aus gut sichtbar.
Da wir recht früh dran waren, hatten wir noch freie Platzwahl.
Der digitale Zahlungsversuch per QR-Code streikte zwar, aber wir haben das Ganze einfach pragmatisch gelöst:
Ab zum nächsten ICA-Supermarkt, den Proviant aufgestockt und dort direkt den Platz bezahlt.

Der Stellplatz im Überblick:

Kosten: 300 SEK für eine Nacht (inklusive Strom).

- Ausstattung: Sehr schöne, großzügige Parzellen mit Kunstrasen.
Das Sanitärhaus war super sauber und wurde am Nachmittag nochmals gereinigt (Hinweis: Es gibt hier allerdings keine Duschen).
- Lage: Direkt an einem gemütlichen, anliegenden Hafen mit einem kleinen Imbiss und einem schicken Leuchtturm.
Perfekt für einen kleinen Spaziergang.

Camping-Gemeinschaft und Wetterglück

Man trifft sich eben immer zweimal im Leben – oder auf der Route gen Norden.
Auf dem Platz herrschte direkt eine nette, familiäre Atmosphäre.
Neben einigen deutschen Kennzeichen (unter anderem aus Gifhorn und Düren) gab es ein freudiges Wiedersehen mit zwei Wohnmobilisten, die schon am Vorabend auf demselben Stellplatz wie wir übernachtet hatten.
Den Nachmittag haben wir in vollen Zügen draußen an der frischen Luft zelebriert.
Erst gegen Abend verlagerten wir das Lager nach drinnen, da sich der Himmel bedrohlich dunkel zuzog.
Aber wir hatten Glück: Es blieb beim imposanten Wolkenspiel, der eigentliche Regen zog haarscharf an uns vorbei.

Kilometerzähler & Ausblick:

Bis zum Nordkap sind es jetzt noch knapp 900 Kilometer.
Morgen packen wir die nächsten Kilometer an – dann geht es weiter Richtung Nikkala.
13. Etappe 
Etappe 13

Abschied von Schweden mit einem echten Geheimtipp

Die Fahrt: Von Jävre nach Nikkala

Nach einer herrlich ruhigen Nacht in Jävre ging es morgens los in Richtung Nikkala.
Die Route führte uns über die E4 – eine absolut entspannte und ruhige Fahrt, bei der man wunderbar die vorbeiziehende Landschaft genießen konnte.

Der Stellplatz: Unkompliziertes Einchecken im Hafen

In Nikkala angekommen, haben wir uns den Stellplatz direkt am Hafen ausgesucht.
Das Einchecken lief komplett in Eigenregie und ohne Personal ab, was super funktioniert hat:
- Einfache Selbstbedienung: In der Rezeption trägt man einfach seinen Namen und das Kennzeichen in das ausliegende Gästebuch ein.
- Bezahlen per Karte: Den Kartenleser bedient man selbst. Einfach 250 SEK eingeben, Karte rein, Beleg mitnehmen – und schon ist der Platz bezahlt.
- Alles inklusive: Der Strom ist im Preis bereits enthalten. Die Rezeption ist hier gleichzeitig Küche und Aufenthaltsraum, inklusive Kühlschrank und Waschmaschine.

Das Highlight: Die Holzsauna am Platz

Die reguläre Sauna war im Moment leider nicht nutzbar, aber die Alternative war ohnehin viel uriger:
Direkt neben dem Stellplatz steht eine gemütliche Holzhütte, die eine mit Holz beheizte Sauna und einen zusätzlichen Aufenthaltsraum beherbergt.
Das Besondere: Die Kosten für die Saunanutzung kann jeder Gast auf Vertrauensbasis selbst bestimmen.

Unser Fazit:

Ein wunderschöner, ruhiger Ort zum Relaxen!
Einziger kleiner Haken ist die Lage:
Der Platz ist etwas zu weit abseits, um mal eben in die nächste Stadt zu kommen.
Für uns ist dieser Stellplatz trotzdem absolut empfehlenswert und ein echter Geheimtipp!

Ausblick: Auf zum Polarkreis!

Heute ist leider schon unser letzter Tag in Schweden.
Morgen geht es weiter nach Finnland, wo wir Kurs auf Rovaniemi nehmen.
Wir freuen uns schon riesig auf das Weihnachtsmanndorf und das Überqueren des Polarkreises!
14. Etappe 
Etappe 14

Von Mückenplagen, dem echten Weihnachtsmann und einer charmanten Verwechslung

Die Flucht aus Nikkala: Ein unruhiger Start

Der Abschied von unserem Stellplatz am Hafen in Nikkala fiel uns heute Morgen wahrlich nicht schwer.
Die vergangene Nacht war – gelinde gesagt – fürchterlich.
Ein ganzes Geschwader von Mücken hatte es auf uns abgesehen, was uns nicht nur unzählige Mückenstiche, sondern auch einen sehr schlechten Schlaf bescherte.
Deshalb hieß es für uns: Früher raus aus den Federn als gewöhnlich!
Nach einem schnellen Frühstück starteten wir den Motor mit dem Ziel Rovaniemi.
Unterwegs legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp beim MAXI ein, um unsere Vorräte aufzustocken.
Danach verlief die Fahrt absolut ruhig und entspannt.

Ankunft am Polarkreis: Zu Gast beim Weihnachtsmann

In Rovaniemi angekommen, steuerten wir direkt das weltbekannte Weihnachtsdorf an.
Erste positive Überraschung: Es waren mehr als genug Stellplätze für das Wohnmobil vorhanden.
Danach ging es ans Erkunden.
Wir schlenderten durch die zahlreichen Gift Shops, allerdings ließen wir die Restaurants links liegen – sie wirkten wenig einladend und die Preise waren ordentlich gesalzen.
Das absolute Highlight war natürlich der Besuch im Büro von Santa Claus.
Wir wollten ein Erinnerungsfoto – ein Vergnügen, das man sich allerdings auch etwas kosten lassen muss:
- Option 1: 5 kleine Bilder für 50 €
- Option 2: 1 großes Bild für 40 €
Wir entschieden uns für das große Bild – schließlich macht man das nur einmal im Leben!
Santa Claus sprach sogar ein wenig Deutsch.
Für den Lacher des Tages sorgte er allerdings, als er meine Frau konsequent als meine Tochter ansprach.
Ich habe die Verwechslung einfach mal galant weggelächelt und geschwiegen – man muss die Komplimente ja mitnehmen, wie sie kommen!

Gemütlicher Ausklang & Technik-Herausforderungen

Pünktlich zum Verlassen des Büros und nach dem Fotokauf setzte der Regen ein.
Wir stöberten noch kurz durch ein paar Läden und flüchteten dann zurück ins trockene Wohnmobil.
Da uns die Gastronomie vor Ort nicht überzeugt hatte, wurde die Küche im Camper kurzerhand selbst eingeweiht: Es gab schnell ein leckeres, warmes, selbstgekochtes Essen.

Aktueller Stand der Technik:

Je weiter nördlich wir kommen, desto schwächer wird der Satellitenempfang.
Einige Programme haben sich bereits verabschiedet.
Sollte die Schüssel komplett den Geist aufgeben, steht aber schon der Plan B bereit: Dann wird eben über o2 TV gestreamt.

Ausblick für morgen:

Das entscheiden wir ganz spontan nach dem Aufwachen.
Entweder wir ziehen direkt durch bis zum nächsten Stellplatz oder wir legen einen gemütlichen Zwischenstopp ein.
Skandinavien eben – wir nehmen es, wie es kommt!

 

15. Etappe 
Etappe 15

Lappland: Von Weihnachtsmännern, Straßenelchen und Sommer-Schnee

Nach einer erholsamen Nacht direkt am berühmten Weihnachtsdorf in Rovaniemi begrüßte uns der Morgen leider mit typisch grauem Regenwetter.
Das hielt uns aber nicht auf: Unser Tagesziel hieß Kätkäsuvanto, mit einem geplanten Zwischenstopp auf halber Strecke im bekannten Skiort Levi.

Elch-Alarm auf Finnlands Straßen

Die Fahrt startete zwar nass, wurde aber schon nach etwa einer Stunde absolut spektakulär.
Die Müdigkeit war schlagartig verflogen, als das lappländische Wildleben Hallo sagte.

Die erste Sichtung: Ein imposanter Elch tauchte am Straßenrand auf.

Die Steigerung: Nur kurz darauf stand der nächste Elch seelenruhig mitten auf der Fahrbahn.
Das Highlight: Wenig später blockierte sogar eine ganze Elchgruppe die Straße.
Bremsen, staunen und die Kamera bereithalten – ein absolut magischer Moment!

Zwischenstopp Levi: Skigebiet im "Sommerschlaf"

In Levi angekommen, steuerten wir den Stellplatz Levilehto an.
Der Ort selbst ist ein charmantes kleines Städtchen, das komplett vom Skitourismus lebt.
Da aktuell noch absolute Nebensaison ist, ging es herrlich ruhig zu; die Geschäfte hatten nur teilweise geöffnet.
Besonders kurios: Auf dem Hausberg fielen uns riesige, seltsame Planen auf.
Des Rätsels Lösung ist cleveres "Snow-Farming": Unter den Planen wird der Altschnee des vergangenen Winters vor der Sommersonne geschützt, um ihn als perfekte Unterlage für die nächste Skisaison direkt wiederzuverwenden.

Der Stellplatz "Levilehto" im Überblick

Der Platz hat sich für uns als echter Glücksgriff erwiesen, auch wenn wir mit den typischen Tücken der Natur kämpfen mussten.

- ACSI-Rabatt von € 36,00 auf faire € 34,20 vergünstigt.
- Inklusivleistungen: Ein echtes Rundum-sorglos-Paket: Waschmaschine, Trockner und die Sauna waren im Preis inbegriffen.
- Minuspunkte: Durch die dichte Bewaldung gab es leider keinen SAT-Empfang.
Zudem flogen uns die berüchtigten finnischen Mücken ordentlich um die Ohren.

Ein typisch finnischer Ausklang

Was hilft am besten gegen Regen und Mücken?
Richtig, ein Saunagang!
Am Abend nutzen wir die platzeigene Sauna.
Und wie es sich für Finnland gehört, war sie traditionell und verdammt heiß.
Nach zwei ausgiebigen Saunagängen und dem puren Wohlgefühl im Körper ließen wir den Abend entspannt ausklingen.

Ausblick: Morgen geht es wie geplant weiter in Richtung Kätkäsuvanto.
Hoffen wir, dass das Wetter aufklart und die Elche uns weiterhin so treu begleiten!

 

16. Etappe 
Etappe 16

Lappland:

Grenzerfahrungen und Rentier-Gulasch auf dem Weg zum Nordkap

Unser Tag begann heute recht frisch:
Bei kühlen 11 Grad und anhaltendem Regen verließen wir Levi und machten uns auf den Weg nach Kätkäsuvanto.
Es stand uns eine angenehm kurze Etappe von nur knapp 100 Kilometern bevor, die uns tiefer in die idyllische Abgeschiedenheit des Nordens führte.

Erneutes Elch-Glück im Regen

Auch auf diesem kurzen Teilstück bewies Lappland wieder, wie reich an Wildtierbegegnungen es ist.
Trotz des ungemütlichen Wetters ließen sich wieder einige Elche am Straßenrand blicken – ein Anblick, an den man sich einfach nicht gewöhnen kann und der jede Fahrt zu einem kleinen Abenteuer macht.
Nach einer entspannten Stunde Fahrt erreichten wir auch schon unser Tagesziel.

Der Stellplatz in Kätkäsuvanto: Mit Blick auf Schweden

Nach dem unkomplizierten Check-in bezogen wir unseren Stellplatz.
Die Lage ist absolut einzigartig: Der Platz liegt direkt an einem breiten Fluss, der hier die natürliche Grenze bildet.
Ein Blick ans andere Ufer bedeutet hier bereits: Hallo Schweden!

- Direkt am Grenzfluss mit Blick hinüber nach Schweden.
- Super All-Inclusive-Konzept: Sogar die Nutzung der Sauna ist im Preis enthalten.
- Ein kleiner Erfolg: Der SAT-Empfang ist hier zumindest teilweise wieder möglich.

Kulinarisches Highlight: Rentier auf dem Teller
Da sich der Magen meldete, statteten wir dem platzeigenen Restaurant einen Besuch ab.
Es erinnert eher an einen besseren, gemütlichen Imbiss, hat es aber in sich:
Die Speisekarte ist voll von traditionellen Gerichten mit Rentierfleisch.
Wir wurden nicht enttäuscht: Die Portionen waren richtig groß, geschmacklich hervorragend und die Preise für skandinavische Verhältnisse erstaunlich angenehm.
Praktisch zudem, dass hier ganz unkompliziert in Euro bezahlt wird.

Finnische Sauna-Tradition und Ausblick

Den Nachmittag und Abend ließen wir ganz gemütlich angehen.
Ab 18 Uhr hieß es dann wieder: Ab in die Wärme!
Auf diesem Platz lernten wir eine andere finnische Tradition kennen, denn die Saunazeiten waren strikt nach Frauen und Männern getrennt.
Nach der Hitze tat die Entspannung im Camper richtig gut.

Ausblick:

Morgen geht es weiter in Richtung Alta (Norwegen).
Wenn alles nach Plan läuft und uns nichts dazwischenkommt, stehen wir am Dienstag endlich am Nordkap!
17. Etappe 
Etappe 17

Richtung Norden: Von Finnland nach Alta

Die Fahrt & Eine tierische Begegnung

Die Mücken lassen glücklicherweise langsam nach – die letzte Nacht war jedenfalls schon deutlich ruhiger.
Nach dem Frühstück hieß es Starten mit dem klaren Ziel Alta.
Unsere Route führte uns quer durch Finnland direkt auf die norwegische Grenze zu.
Hinter der Grenze veränderten sich die Bedingungen prompt:
Die Straßen wurden etwas schlechter und holpriger, aber die Landschaft entschädigte uns sofort.
Es wurde wunderbar bergig, geprägt von unzähligen malerischen Seen und wilden Flüssen.
Das absolute Highlight der Fahrt: Ein Elch kam uns seelenruhig auf der gegenüberliegenden Straßenseite entgegen!

Oase am Fluss: Der Stellplatz vor Alta

Nach einer entspannten Fahrt von rund 2,5 Stunden haben wir unseren Stellplatz kurz vor Alta erreicht.
Ein echter Glücksgriff:
- Kosten: 390 NOK pro Nacht (inklusive Strom).
- Ausstattung: Sehr freundlicher Empfang, eine Sauna ist vorhanden.
- Lage: Traumhaft, direkt am Fluss gelegen.

Nach der Ankunft stand natürlich zuerst das Pflichtprogramm an:
Ein kleiner Rundgang zur Orientierung, Spülen und ein schnelles, leckeres Mittagessen.

Gemütlicher Ausklang

Den restlichen Nachmittag haben wir ganz entspannt angehen lassen.
Als Belohnung für die Fahrt gab es erst einmal ein richtig leckeres Eis von der Rezeption.
Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite:
Aktuell ist es sonnig mit nur vereinzelten Wolken bei angenehmen 16 Grad.

Ausblick auf morgen

Morgen packen wir die Sachen und fahren zuerst direkt nach Alta für ein bisschen Sightseeing.
Danach geht es weiter nach Kvalsund – das ist sie dann, die allerletzte Etappe vor dem großen Ziel: dem Nordkap!
18. Etappe 
Etappe 18

Von Alta nach Kvalsund – Dem Nordkap entgegen

Spontane Begegnungen unter der Mitternachtssonne

Unser Abend in Alta nahm eine wunderbare, unerwartete Wendung.
Spontan posteten wir in der Facebook-Gruppe „Nordkap Roadtrip“ die Frage, wer gerade ebenfalls in Alta ist und dasselbe Ziel ansteuert.
Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten:
Prompt antwortete ein Gruppenmitglied, das tatsächlich auf genau demselben Stellplatz wie wir stand!
Wir trafen uns direkt und verbrachten gut eine Stunde damit, intensiv über die bevorstehende Strecke zu fachsimpeln und Erfahrungen auszutauschen.
Nach diesem tollen Austausch ließen wir den Abend gemütlich ausklingen.
Ein absolutes Highlight erlebten wir dann gegen 01:30 Uhr nachts:
Es war immer noch taghell, und die arktische Sonne schien mit voller Kraft über die Baumwipfel – ein faszinierendes Gefühl, bei dem man jegliches Zeitgefühl verliert.

Alta: Kontraste zwischen Kirche, Shopping und Hafenflair

Der heutige Tag startete mit dem Kulturprogramm.
Wir machten uns zuerst auf den Weg zur bekannten Nordlichtkathedrale.
Der Eintritt schlug mit 70 NOK pro Person zu Buche.
Drinnen angekommen, wurden wir allerdings enttäuscht:
Die Kathedrale entpuppte sich als eine sehr einfache, schlichte lutherische Kirche, die uns nicht wirklich ansprach.
Entsprechend schnell haben wir das Gebäude wieder verlassen.
Umso schöner war dafür der anschließende Rundgang durch die Einkaufsstraße ganz in der Nähe der Kathedrale, wo wir noch ein paar Besorgungen erledigten.
Danach zog es uns zum Hafen von Alta.
Hier verweilten wir eine ganze Weile und genossen einfach den herrlichen, weiten Ausblick auf das Wasser.

Die holprige Fahrt nach Kvalsund

Nach der Pause in Alta hieß es: Aufsitzen und Weiterfahrt nach Kvalsund.
Die Strecke hatte es fahrtechnisch durchaus in sich.
Die Straßen waren an vielen Stellen recht eng, spürbar wellig und von einigen tiefen Schlaglöchern geprägt – hier war definitiv volle Konzentration am Steuer gefragt.
In Kvalsund angekommen, steuerten wir den Stellplatz Ytre Svartvikka an.
An der Rezeption wurden 350 NOK fällig, die wir bar bezahlten.
Das kam uns sehr gelegen, da wir von zu Hause noch einiges an norwegischem Bargeld übrig hatten, das wir nun perfekt aufbrauchen können.

Ein verstecktes Naturjuwel direkt vor der Haustür

Nachdem wir den Stellplatz eingerichtet und uns ein wenig umgesehen hatten, hielt uns nichts mehr auf den Sitzen.
Nur etwa 5 Minuten Fußweg vom Stellplatz entfernt liegt ein wunderschöner Wasserfall.
Der Weg dorthin führt über einen schmalen, recht holprigen Steinweg, der etwas Trittsicherheit verlangt.
Der kurze Fußmarsch hat sich aber absolut gelohnt – der Wasserfall ist wirklich sehenswert und ein toller Flecken Natur.

Ausblick auf morgen: Das große Ziel im Visier?

Morgen soll es nun endlich in Richtung Nordkap gehen.
Allerdings sind wir noch etwas am Grübeln:
Da eventuell Regen vorhergesagt ist, überlegen wir, das Nordkap-Plateau vielleicht erst einen Tag später anzufahren, um das Erlebnis bei besserem Wetter zu genießen.
Wir lassen es auf uns zukommen und entscheiden spontan, was der morgige Tag bringt!

 

19. Etappe 
Etappe 19

Flexibilität ist alles – Planänderung vor dem Nordkap

Eigentlich war das große Ziel für heute fest gesteckt: Es sollte endlich zum Nordkap gehen!
Doch der Blick auf den Wetterbericht am Morgen machte uns einen Strich durch die Rechnung – für das Kap war fieses Schmuddelwetter gemeldet.
Also hieß es: Kurzfristig umentscheiden!
Flexibilität gehört beim Reisen im Norden schließlich dazu.
Bevor wir die Reifen rollen ließen, stand aber erst einmal die Pflicht auf dem Programm:
Das Grauwasser wurde entleert und der Frischwassertank komplett aufgefüllt.
Frisch gestärkt und startklar ging es dann los in Richtung Honningsvåg.

Auf dem Weg nach Honningsvåg: Rentiere und Tunnelrekorde

Die Fahrt war landschaftlich und fahrerisch bereits ein echtes Erlebnis:
- Tierische Begegnungen: Unterwegs am Straßenrand konnten wir die ersten Rentiere sichten – immer wieder ein faszinierender Anblick.
- Unter der Erde: Insgesamt mussten wir durch 5 Tunnel steuern, die es teilweise echt in sich hatten – mit Längen von bis zu 7 km ging es tief durch den Fels.

Zwischenstopp in Honningsvåg: Kreuzfahrtschiffe und alte Bekannte

In Honningsvåg angekommen, steuerten wir zuerst den Supermarkt für einen schnellen Einkauf an.
Dort gab es eine wunderbare Überraschung:
Wir liefen zufällig den Mitgliedern über den Weg, die wir schon in Alta getroffen hatten.
Die Welt im Norden ist eben doch ein Dorf!
Danach zog es uns zum Hafen.
Dort herrschte mächtig Betrieb, denn gleich zwei maritime Giganten hatten angelegt: ein riesiges Kreuzfahrtschiff der MSC und ein Schiff der legendären Hurtigruten.
Nach einer kurzen, gemütlichen Shopping-Runde machten wir uns schließlich auf den Weg zu unserem heutigen Stellplatz.

Ein stürmischer Nachmittag auf dem Stellplatz

Das Prozedere am Stellplatz lief absolut reibungslos:
Kurz an der Rezeption bezahlt und schon bekamen wir unseren Platz zugewiesen.
Das war auch gut so, denn über den Nachmittag frischte der Wind ordentlich auf und es wurde extrem stürmisch.
Ein Kontrollblick auf die Nordkap-Webcam bestätigte uns, dass unsere Planänderung goldrichtig war:
Dort oben herrschte zu diesem Zeitpunkt immer noch dichter Nebel und Dauerregen.

Ausblick auf morgen

Jetzt sind wir gespannt, was der morgige Tag bringt.
Die Hoffnung stirbt zuletzt: Laut wetter.com soll sich morgen zwischen 11:00 Uhr und 14:00 Uhr ein sonniges Zeitfenster direkt am Nordkap auftun.
Wir stehen in den Startlöchern und hoffen, dass wir diese Lücke perfekt abpassen können!

Ergänzung:

Gegen Abend Wind wieder stärker, Wohnmobil wackelt ziemlich stark.
Das klingt nach einer unruhigen Nacht! Wenn der Wind im Norden so richtig am Camper rüttelt, fühlt man sich der Natur gleich noch ein Stück näher – auch wenn man auf das Schaukeln beim Einschlafen vermutlich verzichten könnte.
20. Etappe 
Etappe 20

Meilenstein Nordkap – Zwischen Sturm, Tunneln und Fjord-Idylle

Unruhige Nacht und morgendlicher Aufbruch

Die Nacht war alles andere als erholsam: Starker Wind rüttelte unser Wohnmobil ordentlich durch und sorgte für einen sehr unruhigen Schlaf.
Der Morgen begann daher erst einmal gemütlich mit einer heißen Tasse Kaffee und einem prüfenden Blick auf die Nordkap-Livecam.
Die Erleichterung folgte sofort – das Wetter hatte sich gebessert!
Also hieß es fix einpacken, das Wohnmobil startklar machen und auf zum großen Etappenziel.

Am Nordkap: Windig und exklusiv

Dort angekommen, hieß es zuerst: Parkticket bezahlen und ab Richtung Weltkugel.
Der Wind pfiff uns dermaßen um die Ohren, dass selbst das Gehen zur echten Herausforderung wurde.
Das obligatorische Erinnerungsfoto an der Weltkugel ließen wir uns aber natürlich nicht nehmen.
Danach klapperten wir noch die restlichen Sehenswürdigkeiten im Außenbereich ab.
Eigentlich wollten wir in der Nordkaphalle noch einen Souvenir-Aufkleber kaufen. Als wir jedoch sahen, dass der Eintritt stolze 360 NOK (c. € 32,00) pro Person kosten sollte, war für uns Schluss.
Viel zu teuer!
Also drehten wir um, machten uns auf den Rückweg zum Wohnmobil und peilten unser nächstes Etappenziel an: den Campingplatz in Burfjord.

Versorgung stop in Honningsvåg & Tunnel-Etappe

Bevor es endgültig Richtung Süden ging, legten wir noch einen Zwischenstopp in Honningsvåg ein.
Hier haben wir die Vorräte im Supermarkt aufgefüllt und den Tank noch einmal komplett vollgetankt, da der Diesel hier in der Region am günstigsten war.
Die anschließende Fahrt hatte es in sich: Insgesamt 10 Tunnel mussten wir durchqueren, bis wir schließlich die Ausfahrt zum Campingplatz erreichten.

Tagesziel: Burfjord Camping

Die letzten Meter zum Platz führten über eine unasphaltierte Schotterstraße, aber die Ankunft lief absolut reibungslos.
Die Rezeption war besetzt, das Personal super freundlich und wir durften uns unseren Stellplatz komplett selbst aussuchen.
Ein weiteres großes Plus: Die sanitären Anlagen sind ausgesprochen sauber.
Das absolute Highlight ist jedoch die Lage: Von unserem Stellplatz aus haben wir einen direkten, unverbauten Blick in den Fjord.
Bei dieser traumhaften Aussicht kann man es definitiv auch mal mehrere Tage zum Relaxen aushalten.

Tages-Highlights im Überblick

- Meilenstein: Foto an der windigen Nordkap-Weltkugel geschafft!
- Spar-Tipp: Diesel tanken in Honningsvåg lohnt sich.
- Strecken-Feature: Ganze 10 Tunnel auf dem Weg nach Burfjord durchfahren.
Stellplatz-Fazit: Burfjord Camping überzeugt mit top Sanitäranlagen und genialem Fjordblick.
21. Etappe 
Etappe 21

Olderelv: Traumhafte Kulisse und ein kulinarischer Reinfall

Ein entspannter Morgen und spontane Entscheidungen

Nach einer wunderbar ruhigen Nacht direkt am Fjord – und glücklicherweise absolut ohne Regen – starteten wir gut erholt in den Tag.

Die Fahrt: Ein landschaftliches Highlight

Die Strecke in Richtung Olderelv war Natur pur und absolut beeindruckend.
Wir kamen aus dem Staunen kaum heraus:
- Herrliche, schneebedeckte Berge, die sich majestätisch in die Höhe strecken.
- Weite Fjorde, die eine unglaubliche Ruhe ausstrahlen.
- 5 Tunnel und unzählige tosende Wasserfälle direkt am Wegesrand.

Der Campingplatz im Check (Olderelv)

Unser heutiges Ziel liegt ein Stück außerhalb von Olderelv.
Das Prinzip hier: Ankommen und den Stellplatz selbst aussuchen.
Der Preis pro Nacht liegt bei 425 NOK.

Das hat uns gut gefallen:
- Sanitäranlagen: Sehr sauber und gepflegt.
- Service: Sehr freundliches und herzliches Personal an der Rezeption.
- Ausstattung: Es gibt eine große Gemeinschaftsküche und eine Sauna (letztere gegen Aufpreis).

Mit Abstrichen:

- Das inklusive WLAN ist eher mittelmäßig und schwankt etwas.

Kulinarische Enttäuschung im Restaurant

Obwohl die Auswahl im angeschlossenen Restaurant groß ist, können wir das Essen leider überhaupt nicht empfehlen.
Für über 30 € war es schlichtweg viel zu teuer und geschmacklich eine Enttäuschung.
Wir hatten Fish and Chips sowie eine große Portion Fritten mit Käse und Dip bestellt.
Das Fazit: Die Fritten waren staubtrocken und steinhart, der „Dip“ entpuppte sich als einfache Ketchup-Mayo-Mischung.
Auch der Fisch war trocken, die Panade geschmacksneutral und der Salat extrem spärlich.
Unser Tipp: Hier lieber selber kochen!

Blick nach vorn: Pläne für morgen

Flexibilität ist alles!
Als wir im Internet nach dem Stellplatz für morgen schauen wollten, hieß es direkt: Ausgebucht.
Davon lassen wir uns aber nicht die Laune verderben.
Wir haben direkt reagiert, einen neuen Platz ganz in der Nähe entdeckt und diesen auch gleich fest gebucht.

Das nächste Abenteuer kann kommen!
22. Etappe 
Etappe 22

Flexibilität zahlt sich aus – Fjord-Idylle in Sjøvegan

Nach einer wunderbar ruhigen und erholsamen Nacht starteten wir heute Morgen voller Vorfreude in Richtung Sjøvegan.
Beim Campen gehört Spontaneität ja glücklicherweise zum Handwerk – und das war heute auch gut so!

Plan B wird zum Glücksgriff: Garsnes Camping

Unser eigentlich anvisierter Stellplatz in Sjøvegan war leider schon komplett belegt.
Wir ließen uns die Laune aber nicht verderben, fuhren einfach ein kleines Stückchen weiter und wurden belohnt:
Wir haben auf dem Stellplatz Garsnes Camping eingecheckt.
Der Platz liegt absolut malerisch direkt am Hafen und Fjord.

Der Stellplatz im Schnellcheck

Die Aufteilung: Der Campingplatz ist in zwei Bereiche unterteilt.
Ein Teil liegt direkt auf der gemütlichen Hafenseite, der andere Bereich befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite.

Ausstattung: Vor Ort gibt es ein gut erreichbares Sanitärgebäude, ein eigenes Restaurant und sogar eine Sauna.

Kulinarik & Wellness

- Das Restaurant: Wer hier speisen möchte, sollte unbedingt vorab reservieren.
Spontan hineinspazieren klappt meistens nicht.
Die Preise sind – typisch für Norwegen – im gehobenen Segment angesiedelt.
- Die Sauna: Ein echtes Highlight!
Sie ist für 195 NOK pro Person flexibel buchbar.
Und das Aufwärmen lohnt sich, denn das Wasser im Fjord ist aktuell noch ziemlich knackig und kalt.
Ein Sprung hinein ist also nur etwas für Abhärtbare!

Fazit des Tages

Auch wenn es nicht der ursprünglich geplante Platz geworden ist: Garsnes Camping ist ein absolut idyllisches Fleckchen Erde.
Der Stellplatz ist ideal für 1–2 Nächte und lädt perfekt dazu ein, einfach mal die Beine hochzulegen, aufs Wasser zu schauen und die Seele baumeln zu lassen.

Relax-Faktor: 10 von 10!
23. Etappe 
Etappe 23

Von Regenwolken zu Sonnenstrahlen – Ankunft in Lødingen

Verregneter Start und malerische Kulisse

Die letzte Nacht machte ihrem Namen als skandinavischer Sommer alle Ehre – es regnete ausgiebig, und auch beim Aufstehen am Morgen hing der Himmel noch voller grauer Wolken.
Nach einem gemütlichen Frühstück hieß es also: Regenjacke an, alles startklar machen und ab auf die Straße mit dem Ziel Lødingen.
Die Route entschädigte uns schnell für das trübe Wetter.
Der Weg führte uns vorbei an tiefen Fjorden und einer beeindruckenden Kulisse aus unzähligen kleinen und großen Wasserfällen, die links und rechts der Straße in die Tiefe stürzten.
Einziger Wermutstropfen: Die norwegischen Straßenbauer sind fleißig, weshalb uns viele Baustellen etwas aus dem Rhythmus brachten.
Dafür meinte es der Wettergott unterwegs zunehmend gut mit uns – die Wolken rissen auf und machten Platz für herrlichen Sonnenschein.

Das ewige Elch-Mysterium (Ein kleiner Nachtrag)

Ein kurzer Nachtrag zu älteren Nordkap-Reiseberichten und den typischen Skandinavien-Klischees: Immer noch keine Elche in Sicht!
Was uns bisher am Wegesrand oder auf der Fahrbahn begegnet ist, waren ausnahmslos Rentiere.
Die majestätischen Elche halten sich weiterhin erfolgreich vor uns versteckt.

Stellplatz-Check: Hafen Lødingen

Am Nachmittag haben wir unser Tagesziel erreicht und den Stellplatz direkt am Hafen von Lødingen angesteuert.
- Verfügbarkeit: Glück gehabt – es gab noch genügend freie Plätze mit schönem Ausblick.
- Bezahlung: Unkompliziert und modern gelöst über einen Kassenautomaten.
- Ausstattung: Ein absoluter Pluspunkt!
Es gibt Waschmaschinen und Trockner, die wir auch direkt für eine Ladung Wäsche genutzt haben.
- Sanitäre Anlagen: Ausreichend vorhanden und tipptopp sauber.

Gemütlicher Ausklang

Gegen Abend haben wir das Wohnmobil stehen gelassen und sind ins Dorf geschlendert.
Zum Abendessen zog es uns ins Restaurant "Mama Rosa", wo wir wirklich hervorragend und lecker gegessen haben.
Weil es uns hier so gut gefällt und der Platz einfach ideal liegt, haben wir kurzentschlossen direkt für zwei Tage bezahlt.
Wir schalten einen Gang runter, genießen die Umgebung und schauen einfach mal ganz entspannt, was der morgige Tag so bringt!


Tag 2 in Lødingen: Logenplatz mit Strandgefühl

Lofoten-Abenteuer voraus: Ein Traumplatz in Lødingen und ein kleiner Fähr-Krimi

Den heutigen zweiten Tag in Lødingen haben wir ganz entspannt angegangen.
Gegen Vormittag passierte dann das, was man sich als Camper immer erhofft:
Der Stellplatz leerte sich merklich und plötzlich wurden sogar die begehrten Plätze in der ersten Reihe direkt am Wasser frei.
Da haben wir natürlich nicht lange gefackelt und kurzentschlossen das Wohnmobil umgeparkt!
Der Lohn der kleinen Mühe: Ein absoluter Traumplatz mit direkter Wassersicht und einem kleinen Strand direkt vor der Tür.
Den restlichen Tag haben wir fast komplett draußen verbracht und einfach nur die Seele baumeln lassen – die mächtige Natur, den ruhigen Fjord und die majestätischen Berge genießen. Skandinavien-Feeling pur!

Wenn der Norden die Muskeln spielen lässt: Wetterumschwung am Abend

Den ganzen Tag über wurden wir mit herrlichem Sonnenschein verwöhnt.
Doch der Norden zeigt am Abend sein anderes Gesicht: Erst setzte leichter Regen ein und mittlerweile ist es richtig stürmisch geworden.
Das Wohnmobil wackelt spürbar im Wind und die Satellitenschüssel vibriert ordentlich.
Aber im gemütlichen Camper stört uns das ungemütliche Wetter da draußen zum Glück wenig.

Der Fähr-Krimi: Moskenes nach Bodø

Am Abend stand dann noch etwas Reiseplanung auf dem Programm.
Wir wollten eigentlich nur kurz nachsehen, wann die Autofähren von Moskenes zurück nach Bodø übersetzen.
Dabei gab es eine kleine Überraschung: Die Strecke ist extrem begehrt und für unseren Zeitraum bereits fast restlos ausgebucht!
Freie Plätze gab es nur noch zu den absoluten Randzeiten – entweder mitten in der Nacht oder eben extrem früh am Morgen.
Damit wir am Ende nicht festsitzen, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und die Fähre für den 10.07.2026 fest gebucht (Kostenpunkt: knapp 130 €).
Der einzige Haken an der Sache: Die Fähre legt bereits um 5:00 Uhr morgens ab.
Das bedeutet für uns: Extrem früh aufstehen ist angesagt!

Ausblick auf die Lofoten

Morgen lassen wir Lødingen hinter uns.
Das nächste große Highlight wartet, denn es geht offiziell auf die Lofoten!
Insgesamt vier verschiedene Stellplätze haben wir uns auf der Inselkette vorgenommen.
Aber zuerst einmal sehen wir ganz entspannt in Richtung Montag!
24. Etappe 
Etappe 24

Entschleunigung am Tengelfjord und tierische Begegnungen

Ein herrlicher Start in den Tag

Der Morgen begann genau so, wie man es sich im Urlaub wünscht: mit herrlichem Sonnenschein und absolut keinem Übergang zur Hektik.
Da unsere heutige Etappe mit gerade einmal 60 Kilometern angenehm kurz war, hatten wir mehr als genug Zeit.

Nach einem gemütlichen Frühstück standen erst einmal die typischen Camper-Pflichten an: Grauwasser und Toilette wurden fachgerecht entsorgt und die reste von gestern spülen.
Danach ging es noch kurz zum Rema 1000, um die Vorräte für die nächsten Tage aufzustocken.

Auf dem Weg zum Tengelfjord

Die Fahrt war kurz, aber erlebnisreich.
Unterwegs hieß es erst einmal: Fuß vom Gas!
Eine kleine Herde Schäfchen hatte es sich direkt auf der Straße und am Wegesrand gemütlich gemacht – Norwegen-Idylle pur.

Da wir durch die kurze Strecke schon sehr früh an unserem Etappenziel ankamen, hatten wir noch die freie Auswahl: Auf dem Stellplatz waren noch viele Plätze frei.

Der Stellplatz-Check:
- Bezahlung: Ganz unkompliziert direkt am Automaten.
- Sanitäranlagen: Ein Blick ins Sanitätshaus zeigte: Alles tipptopp sauber!
Vorhanden sind 2 Duschen, 2 Herrentoiletten und 2 Damentoiletten.
- WLAN: Ein Netzwerk ist zwar vorhanden, das Passwort bleibt allerdings ein Mysterium – es war nirgends ein Code sichtbar. (Ein bisschen Digital Detox schadet ja aber auch nicht).

Fjord-Eindrücke und ein Hauch von Hurtigruten

Nach dem Einrichten unternahmen wir einen kurzen Rundgang in der Nähe des Platzes und entlang des Ufers.
Besonders faszinierend: Im Fjord herrscht eine ziemlich starke Strömung, die man wunderbar beobachten konnte.
Am Nachmittag gab es dann noch ein echtes Highlight, als ein Schiff der legendären Hurtigruten vorbeizog.
Pünktlich dazu wechselte das Wetter ins klassisch nordische Gewand: Bei 15 Grad setzte etwas Regen ein, was der Gemütlichkeit aber keinen Abbruch tat.

Ausblick

Den restlichen Tag haben wir ganz entspannt ausklingen lassen – mit einem fantastischen, beruhigenden Blick auf den Fjord und die majestätischen Berge.

Morgen geht es wieder ein kleines Stück weiter. Die nächste kurze Etappe führt uns in Richtung Svolvær.
25. Etappe 
Etappe 25

Svolvær: Traumhafte Fjorde und stolze Preise

Nach einer regnerischen Nacht – in der wir übrigens super gut geschlafen haben – startete der Tag gemütlich mit einer heißen Tasse Kaffee.
Danach hieß es: alles zusammenräumen, Motor an und auf nach Svolvær.

Die Fahrt war ein echter Genuss für Camper-Augen.
Die Strecke führte uns durch vier Tunnel und über herrlich kurvenreiche Straßen, die immer wieder fantastische Ausblicke auf die tiefblauen Fjorde freigaben.
Eine absolut gemütliche Fahrt, bei der der Weg definitiv das Teilziel war.
Der Stellplatz am Hafen

In Svolvær angekommen, steuerten wir direkt den Stellplatz am Hafen an.
Ein strategisch guter Ausgangspunkt, der allerdings seinen Preis hat.
- Beschaffenheit: Solider Schotterplatz.
- Aktuell ist zum Glück nicht viel Betrieb, sodass wir entspannt stehen.
- Ausstattung: Dusche, Toilette und Frischwasser sind vorhanden.
Manko: Ausgerechnet am WLAN wurde gespart – hier herrscht Funkstille.
- Kostenpunkt: Stolze 500 NOK (ca. 44 €).
Kein Schnäppchen, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

Kulinarischer Realitätscheck im Zentrum

Nachdem das Wohnmobil sicher abgestellt war, machten wir uns zu Fuß auf den Weg.
Zuerst ging es für eine kleine Shopping-Runde Richtung Zentrum und im Anschluss direkt an den Hafen.
Eigentlich war der Plan, heute mal gemütlich essen zu gehen und die Küche kalt zu lassen.

Ein Blick auf die Speisekarten hat uns dann aber doch kurz den Atem verschlagen.
Klar, wir sind auf den Lofoten, und hier muss fast alles mühsam importiert werden – aber die Preise haben es wirklich in sich:

- Kleine Pizza ab 200 NOK, ~ 18,00 €
- Gyros-Pita 185 NOK, ~ 16,50 €
- Portion Fritten 125 NOK, ~ 11,15 €

Unser Fazit:

Bei über 11 Euro für eine einfache Portion Pommes hört die Gemütlichkeit dann doch auf.
Also haben wir kurzerhand den Rückzug angetreten.
Im Wohnmobil ist es schließlich auch gemütlich, und die eigene Bordküche zaubert uns jetzt ein leckeres, selbstgemachtes Essen – absolut budgetfreundlich.

Jetzt machen wir es uns erst einmal bequem.
Mal sehen, was der Tag heute noch so bringt!
26. Etappe 
Etappe 26

Auf den Lofoten: Von Svolvær zum Traumstrand Uttakleiv

Ein ruhiger Morgen im Hafen von Svolvær

Entgegen einigen Bewertungen auf Promobil, die vor nächtlichem Lkw-Lärm auf dem Stellplatz warnten, hatten wir eine wunderbar ruhige Nacht und haben bestens geschlafen.
Svolvær hatte am Vorabend noch ein echtes maritimes Schauspiel zu bieten: Pünktlich um 18:30 Uhr lief das erste Hurtigruten-Schiff ein, und um 20:15 Uhr folgte bereits das zweite.
Vor der Kulisse des Hafens und der bekannten Statue der Fischerfrau (Fiskerkona) war das ein toller Anblick.

Überraschung in Leknes

Nach dem Frühstück hieß es: Starten in Richtung Leknes.
Die Fahrt führte uns vorbei an der für die Lofoten so typischen, imposanten Bergwelt, spiegelglatten Seen und tiefen Fjorden.
In Leknes legten wir einen Zwischenstopp ein.
Vor drei Jahren hieß es noch von einem Fischer, Leknes sei die „langweiligste Stadt Norwegens“ – das können wir nach unserem heutigen Besuch definitiv widerlegen!
Nach einem gemütlichen Stadtbummel und einer kleinen Stärkung bei Burger King kehrten wir zurück zum Wohnmobil.

Das Highlight: Uttakleiv Beach

Unser nächstes Ziel war der Wohnmobilstellplatz am berühmten Uttakleiv Beach.
Die Anfahrt hatte es in sich: Eine holprige Straße und ein extrem enger Tunnel führten uns ans Ziel.
Obwohl uns im Vorfeld oft prophezeit wurde, dass es auf den Lofoten eng mit Stellplätzen werden würde, hatten wir Glück – es waren noch viele Plätze frei.
Kaum angekommen, zog es uns an den Strand und zu einem Spaziergang unterhalb der gewaltigen Bergketten.

Besuch vom „Rasenmäherdienst“:

Auf dem gesamten Gelände laufen viele Schafe frei herum.
Gegen Abend wurden sie richtig neugierig, kamen bis direkt an unser Wohnmobil heran, nutzten ein paar Nachbar-Mobile als willkommene Kratzbürste und zogen dann gemütlich weiter in Richtung Bergwiese.

Der Stellplatz im Überblick

- Ausstattung: Sehr einfach (nur WC und Abwaschbecken vorhanden, kein Strom).
- Versorgung: Heute stehen wir komplett autark.
- Bezahlsystem: Modern und unkompliziert per Kennzeichenerfassung. Die Kamera registriert das Fahrzeug bei der Einfahrt, bezahlt wird erst digital beim Verlassen des Platzes.

Ausblick

Morgen geht es weiter nach Moskenes – das wird bereits unser letzter Tag auf den Lofoten sein.
Am Samstagmorgen heißt es dann früh aufstehen: Um 5:00 Uhr geht unsere gebuchte Fähre rüber nach Bodø.
27. Etappe 
Etappe 27

Von Schafsgeblöke bis „Klein-Venedig“: Unser Weg nach Moskenes

Eine unruhige Nacht und ein früher Aufbruch

Die letzte Nacht war leider etwas unterbrochen.
Erst prasselte nachts der Regen aufs Dach, und ab 04:00 Uhr morgens meinte eine Herde määhender Schafe, uns direkt am Wagen lautstark wecken zu müssen.
Natur pur eben!
Nach dem Aufstehen hieß es dann erst einmal Routine anwerfen: den Wagen abfahrtsbereit zusammenpacken und vor der Ausfahrt noch fix am Automaten die Stellplatzgebühr bezahlen.
Danach rollten die Reifen wieder.

Atemberaubende Küstenstraße

Unsere Route führte uns immer an der Küste entlang weiter in Richtung Moskenes.
Die Strecke war landschaftlich ein absoluter Traum, verlangte fahrerisch aber auch einiges an Konzentration:
- Die Kulisse: Es ging vorbei an unzähligen tiefblauen Seen und malerischen Fjorden.
- Die Strecke: Wir passierten insgesamt vier Tunnel, einige Baustellen und jede Menge Brücken.
Manche der Brücken waren so schmal, dass sie nur einspurig befahrbar und mit einer Ampel geregelt waren.
- Das Highlight des Tages: Kurz vor Moskenes passierten wir den Ort Reine.
Eine absolute Augenweide!
Die vielen bunten Häuser auf ihren Holzbohlen direkt über dem Wasser sehen fantastisch aus – wie ein nordisches „Klein-Venedig“.

Ankunft in Moskenes & Vorbereitungen für morgen

In Moskenes angekommen, stand erst einmal Warten auf dem Programm, denn vor 12:00 Uhr mittags durfte man nicht auf den Stellplatz.
Da wir im Vorfeld reserviert hatten, konnten wir aber pünktlich mit unserem Code durch die Einfahrt rollen.
Der Platz hat sogar einen kleinen Pub mit Restaurant, das ab 16:00 Uhr öffnet.
Da unsere Fähre morgen früh bereits um 5:00 Uhr ablegt, haben wir zuerst die Beine in die Hand genommen und sind zu Fuß zum Hafen spaziert.
Sicher ist sicher – jetzt wissen wir genau, wo wir morgen hinmüssen, damit in der Frühe alles glattläuft.
Den Rest des Tages haben wir gemütlich im Wagen verbracht, da das Wetter mittlerweile ziemlich stürmisch und regnerisch geworden ist.
Die perfekte Gelegenheit, um die Füße hochzulegen und Kraft für den sehr frühen Start morgen zu tanken!

 

28. Etappe 
Etappe 28

Stürmische See und die gewaltigen Kräfte des Saltstraumen

Unruhiger Aufbruch im Regen (Moskenes)

Die letzte Nacht auf den Lofoten in Moskenes war alles andere als erholsam.
Da der Wecker auf 4:00 Uhr morgens gestellt war, kreiste im Kopf ständig die Angst, diesen wichtigen Zeitpunkt zu verschlafen – entsprechend unruhig und schlecht war der Schlaf.
Wie es dann oft so ist: Genau eine Viertelstunde vor dem Klingeln, um 3:45 Uhr, schreckte ich automatisch auf.
Draußen prasselte der Regen noch immer unaufhörlich auf das Dach.
Es musste jetzt schnell gehen: Alles hastig im Wohnmobil zusammengepackt, runter vom Stellplatz und ab zum Hafen.
Um 4:10 Uhr kamen wir an, doch von den vier Wartespuren waren zwei bereits komplett besetzt.
Nur zehn Minuten später lief auch schon die Fähre ein. Nachdem alle ankommenden Fahrzeuge das Schiff verlassen hatten, ging es los:
QR-Code am Einlass vorgezeigt und hinein in den Bauch des Fährschiffs.

Die Überfahrt: Eine wellige Angelegenheit

Nach dem Abstellen des Wohnmobils steuerten wir zielstrebig den Passagierbereich an und ergatterten Plätze in der allerersten Reihe, ganz vorne.
Eine Entscheidung, die wir noch bereuen sollten.
Der erste Teil der Fahrt wurde mit jeder Minute unruhiger.
Die Wellen peitschten hoch, und das Schiff schaukelte heftig – sowohl auf und ab als auch zur Seite.
Es dauerte nicht lange, da forderte die See ihre ersten Opfer:
Vorne rechts musste sich der erste Passagier übergeben, kurz darauf der nächste und wenig später noch einer.
Ein Glück, dass überall vorsorglich Kotztüten bereitstunden.
Nach der Hälfte der Strecke hielten wir es vorne nicht mehr aus und wechselten weiter nach hinten.
Dort lag das Schiff deutlich ruhiger und die Fahrt war weitaus erholsamer für den Magen.
Auf dem letzten Drittel glättete sich die See zum Glück wieder komplett, sodass sogar noch Zeit für ein kleines Nickerchen blieb.

Boxenstopp in Bodø und eine spontane Planänderung

In Bodø angekommen, ging es als Erstes zum Einkaufen, um die Vorräte aufzufüllen.
Danach steuerten wir das Zentrum an, machten ein wenig Sightseeing und gönnten uns bei „Backstube“ ein wohlverdientes Frühstück.
Planänderung: Eigentlich war unser Plan, auf einem Stellplatz direkt in Bodø zu bleiben.
Nach dem Frühstück entschieden wir uns jedoch spontan um: Statt in der Stadt zu bleiben, wollten wir lieber die rund 30 Kilometer entfernte Weiterreise zum Saltstraumen antreten.
Gesagt, getan – wir machten uns auf den Weg zum dortigen Campingplatz.

Das Naturschauspiel am Saltstraumen

Auf dem Campingplatz angekommen, forderte der Schlafmangel der Nacht seinen Tribut.
Bevor es an die Erkundung ging, stand erst einmal ein knapp zweistündiges Nickerchen auf dem Programm, um den verpassten Schlaf nachzuholen.
Gegen Nachmittag machten wir uns dann zu Fuß auf den Weg zur Saltstraumen-Brücke, um die weltweit einzigartigen Gezeitenströmungen zu bewundern.
Dieses beeindruckende Naturschauspiel erlebten wir aus zwei Perspektiven:
- Von oben: Ein faszinierender Blick von der Brücke hinab auf die gigantischen Wassermassen und Strudel.
- Von unten: Direkt unter der Brücke auf Höhe der Wasserlinie, wo die unbändige Kraft der Strömung aus nächster Nähe absolut tief beeindruckend wirkt.

Fazit des Tages

Nach diesem ereignungsreichen Tag ging es zurück zum Wohnmobil.
Erst einmal ausgiebig duschen, danach gab es ein leckeres Essen und den restlichen Abend verbrachten wir ganz entspannt beim Relaxen.
Ein langer, aber wunderschöner Tag im Norden Norwegens!
29. Etappe 
Etappe 29

Von Saltstraumen nach Rokland – Alte Bekannte und wollige Straßenblockaden

Die Überraschung des Morgens: Die Welt ist ein Dorf (in Saltstraumen)

Der Tag begann eigentlich wie jeder andere: Startklar machen für die nächste Etappe.
Doch der Morgen hielt eine handfeste Überraschung bereit.
Bereits gestern war uns ein VW-Bus mit Siegburger Kennzeichen (SU) uns gegenüber aufgefallen.
Der Fahrer war nach der Ankunft direkt aufgebrochen – vermutlich zum Wandern – und erst spät abends wiedergesehen worden.
Heute Morgen bot sich dann die Gelegenheit für ein kurzes Gespräch.
Auf die Frage, woher er denn genau komme, entgegnete er nur schmunzelnd: „Wir kennen uns doch!“
Und tatsächlich: Der erste Eindruck von gestern Abend hatte nicht getäuscht.
Vor uns stand ein ehemaliger Arbeitskollege aus Kölner Zeiten bei CSC!
Da fährt man quer durch Skandinavien, um sich dann rein zufällig auf demselben Stellplatz in Norwegen zu treffen.
Wir haben uns natürlich ausgiebig über die Vergangenheit und alte Kollegen ausgetauscht.
Er ist mittlerweile seit zwei Jahren in Rente und hat sich ein großartiges Abenteuer vorgenommen:
Insgesamt zehn Wochen will er durch Norwegen touren (vier Wochen hat er schon hinter sich).
Besonders beeindruckend: Er hat extra vor und während der Reise Norwegisch gelernt, um die Sprache vor Ort zu vertiefen.
Ein wirklich großartiges und unerwartetes Wiedersehen!

Abflug mit Hindernissen: Wenn der Tipp des Kollegen nachwirkt

Nach dem gemütlichen Plausch ging es endlich los in Richtung Rokland.
Da uns der Kollege noch erzählt hatte, dass die E17 landschaftlich die schönere Route sei, passierte es prompt:
Kurz nach dem Start haben wir die falsche Abfahrt erwischt.
Statt auf der E6 landeten wir auf besagter E17.
Das Malheur fiel uns leider erst nach 25 Kilometern auf.
Also hieß es: Wenden und das Ganze wieder zurück.
Nach diesem unfreiwilligen 50-Kilometer-Umweg waren wir dann aber endlich auf der richtigen Strecke.

Das Tages-Highlight: Die wahren Herrscher der Straße

Die Weiterfahrt bot ein skurriles und typisch norwegisches Schauspiel.
Alle paar Kilometer trafen wir auf Schafe.
Die Tiere ließen sich durch absolut nichts aus der Ruhe bringen – teilweise lagen sie mitten auf der Straße und kauten völlig tiefenentspannt wieder.
Slalomfahren auf Norwegisch!

Das Etappenziel: Nordnes Kro og Camping in Rokland
Nach dem kleinen Umweg und den tierischen Begegnungen haben wir schließlich unser heutiges Tagesziel erreicht: den Campingplatz Nordnes Kro og Camping in Rokland.
Der Platz macht einen wirklich guten Eindruck und bietet alles, was das Camper-Herz begehrt:
- Sanitäre Anlagen: Sauber, inklusive WCs und Duschen.
- Komfort: Waschmaschine und Trockner sind vorhanden (perfekt für einen Zwischenstopp).
- Gastronomie: Ein platzeigenes Restaurant, das lokale Spezialitäten anbietet.

Ausblick: Morgen geht es weiter in Richtung Dalsgrenda.
30. Etappe 
Etappe 30

Aufbruch nach Yttervik:

Polarkreis-Shopping, ein Diesel-Schnäppchen und eine Punktlandung am Fjord

Der Morgen begann mit unserer bewährten Wohnmobil-Routine: spülen, alles sicher verstauen, Motor an und los.
nser heutiges Tagesziel hieß Yttervik.

Abschied vom hohen Norden: Zwischenstopp am Arctic Circle Center

Auf dem Weg dorthin legten wir einen obligatorischen Zwischenstopp am Arctic Circle Center ein.
Ab hier bewegen wir uns nun wieder unterhalb des Polarkreises – ein kleiner Meilenstein auf unserer langen Tour.
Wir haben uns die Beine vertreten, die Erinnerungsfotos geschossen und den Moment genossen, noch einmal direkt auf der Linie des Polarkreises zu stehen.
Anschließend ging es zum Stöbern ins Center.
Dort gab es wirklich viele schöne Dinge zu entdecken, allerdings zu recht stolzen Preisen.
Daher blieb es beim Schauen, bevor wir unsere Fahrt durch das einmal mehr bildschöne Norwegen fortsetzten.

Ein Glücksgriff an der Zapfsäule und tief fliegende Flugzeuge

Kurz nach dem Arctic Circle Center machten wir eine sehr erfreuliche Entdeckung:
Eine Tankstelle bot verhältnismäßig preiswerten Diesel an.
Da haben wir natürlich sofort den Blinker gesetzt und den Tank für umgerechnet 1,64 € pro Liter vollgemacht – ein echter Glücksgriff auf der norwegischen Route!
Ein paar Kilometer weiter, kurz vor unserem Tagesziel, gab es dann plötzlich einen kleinen Schreckmoment:
Von links kam ein Flugzeug ziemlich tief über uns hinweggeflogen.
Des Rätsels Lösung lag direkt auf der rechten Seite, wo sich ein Flugplatz befand.

"Platz voll" – oder doch nicht?

Etwas weiter bogen wir schließlich rechts auf den Stellplatz Yttervik ab.
Und prompt folgte der nächste Schreck: An der Einfahrt prangte ein Schild mit der unmissverständlichen Aufschrift "Platz voll".
Mist!
Wir haben uns aber nicht entmutigen lassen, sind trotzdem auf das Gelände gefahren und haben an der Rezeption nachgefragt.
Was für ein Glück:
Das Schild war schlichtweg noch von gestern übrig geblieben, als der Platz tatsächlich komplett ausgebucht war.
Heute standen gerade einmal zwei weitere Wagen hier, und wir ergatterten einen Traumplatz direkt am Fjord.

Entspannter Abend am Wasser
Nachdem wir an der Rezeption bezahlt und unser rollendes Zuhause für die Nacht eingerichtet hatten, nutzten wir noch den tollen Service des Platzes:
An der Rezeption kann man Kleinigkeiten zu absolut normalen und für norwegische Verhältnisse recht preiswerten Konditionen bestellen.
Wir entschieden uns für zwei verschiedene Pizzen und ein Getränk für insgesamt 295 NOK (ca. 21,64 €).
Jetzt stehen wir in der ersten Reihe, genießen das leckere Essen und lassen den Blick über das Fjordwasser schweifen.

Ein perfekter Abschluss für diesen Reisetag!
31. Etappe 
Etappe 31

Von Fjordblicken, Kamera-Krimis und norwegischer Hilfsbereitschaft

Ein perfekter Start in den Tag

Der Morgen begann genau so, wie man es sich im Urlaub wünscht:
Aufwachen mit direktem Blick auf den Fjord – und das Beste:
Endlich mal Sonnenschein ohne Regen!
Nach einem gemütlichen Frühstück hieß es zusammenpacken, Wasser tanken und ab auf die E6 in Richtung Trofors.
Unterwegs gab es noch einen kurzen Zwischenstopp für den täglichen Einkauf, bevor das Abenteuer auf der Straße weiterging.
Insgesammt haben wir heute 11 Tunnel durchfahren, der längste davon war beeindruckende 8,6 km lang.

Der große Kamera-Krimi

Kurz nach dem Einkaufen bogen wir wieder auf die E6.
Vor einem Tunnel tauchte plötzlich ein blaues Schild mit zwei Kameras auf.
Wenige Meter weiter die erste Kamera – und plötzlich ein leichter Blitz!
Wir waren völlig verwirrt: Das Tempolimit lag bei 80 km/h, wir fuhren gerade mal gemütliche 62 km/h.
Warum also der Blitz?
Nach der Fahrt durch den langen Tunnel das gleiche Spiel:
Am Ausgang stand wieder eine Kamera und es blitzte schon wieder, obwohl wir nur mit 65 km/h unterwegs waren.
Die Ratlosigkeit im Cockpit war groß – was war denn hier bitteschön los?

Straßensperrung und norwegische Rettung

Als wir uns Trofors und dem geplanten Stellplatz näherten, der nächste Dämpfer:
Die Straße zum Stellplatz war komplett gesperrt.
Google Maps schlug sofort einen 19 km langen Umweg vor.
Also fuhren wir die Route ab, um uns dem Platz von der anderen Seite zu nähern.
Doch Enttäuschung: Auch hier war alles dicht.
Mitten in der Ratlosigkeit hielt ein freundlicher Norweger an.
Er erklärte uns geduldig einen neuen Umweg.
Wir disponierten abr kurzerhand um und machten einen alternativen Stellplatz aus, der etwa 10 km weiter lag.
Eine goldrichtige Entscheidung!

Oase am Fluss: Der neue Stellplatz

Am neuen Platz angekommen, wurden wir von sehr nettem, jungem Personal empfangen.
Für NOK 350 inklusive Strom durften wir uns unseren Stellplatz komplett selbst aussuchen.

Das Highlight des Platzes:
- Lage: Direkt am Fluss mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegenden Berge.
- Ausstattung: Extrem saubere Sanitäranlagen, sogar Waschmaschine und Trockner sind vorhanden (die am Nachmittag auch direkt für eine große Wäsche genutzt wurden).
- Wetter: Fantastischer Sonnenschein bei angenehmen 19 Grad – perfekt, um endlich mal gemütlich draußen zu sitzen und die Natur zu genießen.

Das Rätsel um die Blitzer gelöst

Am Abend hieß es erst einmal: Internet anwerfen und schlau machen, was das für seltsame Kameras auf der E6 waren.
Die Erleichterung folgte prompt nach der Recherche.
Es handelte sich um eine sogenannte Abschnittskontrolle (Section Control).

So funktioniert das System:

Die erste Kamera registriert das Nummernschild und die genaue Uhrzeit.
Die zweite Kamera am Ende des Abschnitts macht dasselbe und errechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit für die gefahrene Strecke.
Liegt diese über dem Limit (hier 80 km/h), wird es teuer.
Wenn man zu schnell war, leuchtet etwa 50 Meter hinter der zweiten Kamera ein gelbes Licht auf – das Signal, dass das Knöllchen auf dem Weg ist.
Ist man im Rahmen, werden alle Daten sofort gelöscht.
Da wir eine Dashcam im Auto haben, haben wir die Aufnahmen sofort noch einmal akribisch kontrolliert: Kein gelbes Licht zu sehen!
Phuu, noch mal Glück gehabt und tief durchatmen!
Ausblick

Nach diesem ereignisreichen Tag und der erledigten Wäsche lassen wir den Abend entspannt ausklingen.
Morgen geht es weiter in Richtung Sørsivegen und übermorgen steht dann Trondheim auf dem Plan!
32. Etappe 
Etappe 32

Entspanntes Etappenziel mit Wolkenfühlung

Start in den Tag & Die Strecke

Der Tag startete absolut perfekt: herrlicher Sonnenschein und endlich mal wieder richtig tiefenentspannt ausgeschlafen.
Nach dem obligatorischen Kaffee und einem gemütlichen Frühstück hieß es: Sachen zusammenpacken, Motor starten und Abfahrt!
Unser heutiges Ziel: der Wohnmobilstellplatz Langnes Camping am Sørsivegen.
Die Fahrt selbst war entspanntes Reisen.
Spektakuläre Sehenswürdigkeiten gab es unterwegs zwar nicht, aber die norwegische Natur enttäuscht eben nie:
Wir rollten vorbei an wunderschönen Bergen und tiefschwarzen Seen.
Zweimal kamen wir den tief hängenden Wolken so nahe, dass es draußen richtig feucht und ein wenig mystisch wurde – skandinavisches Feeling pur.

Ankunft & Erster Eindruck in Sørsivegen

Bevor wir den Stellplatz ansteuerten, stand der obligatorische Versorgungs-Stopp an:
Beim Rema 1000 haben wir erst einmal alles eingekauft, was wir für die nächsten Tage brauchen.
Der Campingplatz liegt idyllisch direkt an einem Fluss gegenüber von Sørsivegen.
Der erste Eindruck war direkt klasse:
- Die Parzellen: Der Platz ist terrassenartig angelegt und bietet angenehm große Parzellen.
Geparkt wird stabil auf Kies, während man direkt daneben seine eigene Rasenfläche hat.
Wir hatten perfektes Timing: Der Rasen wurde frisch gemäht, als wir ankamen – dieser Duft ist einfach herrlich!
- Check-in: Völlig unkompliziert.
Da die Rezeption nicht besetzt war, haben wir einfach am Automaten eingecheckt.
- Sanitäre Anlagen: Absolut top.
Das Sanitärgebäude ist blitzsauber, und es gibt mehr als genug Duschen und Toiletten, sodass man sich nie in die Quere kommt.
Alles da, was man braucht.

Nachmittagsruhe & Ein kleiner Dämpfer

Nachdem alles stand, haben wir bei herrlichstem Sonnenschein einen kurzen Rundgang über den Platz gemacht.
Den Rest des Tages haben wir ruhig angehen lassen und einfach die Seele baumeln lassen.
Ein kleines Manko gibt es allerdings für alle, die abends streamen oder surfen wollen:
Digital-Detox unfreiwillig: Das WLAN ist leider eine absolute Katastrophe.
Es ist kaum erreichbar und tröpfelt mit gerade einmal 0,6 Mbit/s vor sich hin.
Auch Satellitenempfang (Sat-TV) war hier leider nicht möglich.

Ausblick

Morgen geht es weiter!
Wir packen zusammen und nehmen Kurs auf Trondheim – Sightseeing-Modus an, wir freuen uns auf die Stadt!
33. Etappe 
Etappe 33

Von Lengnes nach Trondheim – Traumhafte Altstadt trifft auf schlaflose Nacht

Die Anreise: Baustellen, Umwege und Mautstraßen

Heute ließen wir es morgens etwas gemütlicher angehen – was dazu führte, dass wir etwas später als an den vergangenen Tagen am Camping Lengnes starteten.
Die Strecke in Richtung Trondheim hatte es heute in sich: Zahlreiche Baustellen, spontane Umwege und einige Mautstraßen forderten unsere Geduld heraus.
Aber wie heißt es so schön? Der Weg ist das Ziel!

Der Stellplatz in Trondheim: Teures Pflaster ohne Service

In Trondheim angekommen, steuerten wir direkt unseren vorab online reservierten und bezahlten Stellplatz an.
Die Schranke war bereits geöffnet, sodass wir problemlos auf Platz 63 einparken konnten.
Eigentlich war der Plan, hier zwei Tage zu verbringen.
Die Realität holte uns jedoch schnell ein:
- Der Preis: Stolze über 57 € pro Tag.
- Der Service: Absolut keiner. Keine Duschen, kein Strom, nichts.
- Die Geräuschkulisse: Eine Katastrophe!
Direkt neben dem Stellplatz verläuft eine Bahnlinie mit regem Güterverkehr.
Als wäre das nicht genug, mutierte der Platz nachts zur Flaniermeile für "Autoposer", die mit dröhnenden Motoren und lauter Musik ihre Runden drehten.
- Entscheidung: Wir verkürzen den Aufenthalt.
Ein Tag reicht unter diesen Bedingungen völlig aus! Man lernt eben nie aus.

Sightseeing: Dom, bunte Häuser und Altstadt-Flair

Vom Stellplatz aus ging es aber erst einmal an den schönen Teil des Tages.
Direkt gegenüber auf der anderen Straßenseite lag die Bushaltestelle.
Mit der Buslinie 20 fuhren wir unkompliziert direkt in Richtung Altstadt und Dom.

Unsere Highlights in Trondheim:

Der Nidarosdom: Die Besichtigung kostet 140 NOK (ca. 12,66 €) pro Person.
Ein absolut lohnenswerter Preis für dieses beeindruckende Meisterwerk der Gotik!
Die Altstadt (Bakklandet): Nach dem Dom spazierten wir durch das Zentrum und die historische Altstadt.
Die bunten Speicherhäuser & Gamle Bybro:
Ein Spaziergang über die berühmteste Brücke Trondheims mit Blick auf die malerischen, farbenfrohen Holzhäuser am Flussufer war das absolute Postkarten-Motiv des Tages.
Nach einem ereignisreichen Tag ging es zu Fuß wieder zurück zum Wohnmobil.

Unser Insider-Tipp für Trondheim-Reisende

Falls ihr Trondheim mit dem Wohnmobil besuchen wollt, macht es besser als wir:
- Sucht euch einen Übernachtungsplatz außerhalb der Stadt.
- Fahrt am nächsten Tag entweder mit dem Wohnmobil oder ganz entspannt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für das Sightseeing in die Stadt hinein.
- Kehrt am Abend wieder auf einen ruhigeren und günstigeren Stellplatz im Umland zurück.
- Das Preis-Leistungs-Verhältnis und der Lärmpegel direkt in der Stadt sind für eine entspannte Nacht leider nicht akzeptabel.

Wie es weitergeht

Trotz der unruhigen Nacht lassen wir uns die Urlaubsstimmung nicht verderben.
Morgen packen wir die Siebensachen und es geht weiter ins nächste Abenteuer:
Oppdal wartet auf uns!
34. Etappe 
Etappe 34

Flucht aus Trondheim – Abenteuer-Umweg und Entspannung pur in Oppdal

Der Morgen danach: Flucht nach einer fast schlaflosen Nacht.

Nach der extrem unruhigen und lauten Nacht auf dem Stellplatz in Trondheim hielt uns morgens nichts mehr auf.
Wir starteten extra früh in Richtung Oppdal.
Die Müdigkeit steckte uns zwar noch etwas in den Knochen, aber die Vorfreude auf ein schöneres Etappenziel trieb uns an.

Das Google-Maps-Abenteuer: Querfeldein und Zentimeterarbeit

Unterwegs hatte Google Maps heute wohl eine ganz besondere Sightseeing-Route für uns geplant.
Das Navi schickte uns auf einen ordentlichen Umweg quer über das norwegische Land.
Die Krönung des Ausflugs: Eine schmale, alte Brücke mit einer Gewichtsbeschränkung von 5 Tonnen und einer Breite von 3,4 Metern.
Kurz hieß es Luft anhalten – aber zum Glück passte unser Wohnmobil locker unter beiden Limits hindurch!
Ein kleiner Adrenalinkick am Morgen gehört eben auch dazu.

Planänderung: Granmo Camping statt Wildnis
Eigentlich wollten wir heute einen etwas abgelegeneren Stellplatz anfahren, auf dem wir komplett autark gestanden hätten.
Nach der anstrengenden Nacht zuvor entschieden wir uns jedoch spontan um – und das war goldrichtig!
Wir steuerten Granmo Camping kurz hinter Oppdal an.
Was für ein Unterschied zum Vortag:
- Der Empfang: Super freundlich und herzlich.
- Die Kosten: 420 NOK (ca. 37,98 €) für eine Nacht inklusive Strom.
- Der Service: Ein absoluter Traum!
Ein top ausgestattetes Servicehaus mit allem, was das Camper-Herz begehrt:
Küche, Waschmaschine, Trockner, Duschen und vielem mehr.
Als wir ankamen, war der Platz noch herrlich leer.
Im Laufe des Nachmittags füllte er sich dann aber zusehends.

Quality Time: Sonne genießen auf 24 Grad

Nachdem das Wohnmobil perfekt ausgerichtet war, hieß es erst einmal: Ankommen und durchatmen!
Markise rausgekurbelt, Tisch und Stühle aufgestellt, und den herrlich warmen, sonnigen Tag bei fantastischen 24 °C in vollen Zügen genossen.
Nach dem Lärm in Trondheim fühlte sich diese Ruhe und der Komfort wie pure Erholung an.

Ausblick auf morgen: Abenteuer Trollstigen

Morgen wartet ein echtes Highlight der Norwegen-Route auf uns:
Es geht zu den berühmten Trollstigen!
Ob wir dort für einen oder vielleicht sogar zwei Tage bleiben, entscheiden wir wie immer ganz spontan.
Wir lassen uns einfach treiben!
35. Etappe 
Etappe 35

Auf dem Weg zu den Trollen

Wetterwechsel & Aufbruch

Nachdem uns der gestrige Tag noch mit sommerlichen 24 °C verwöhnt hatte, startete der heutige Morgen mit recht frischen 14 °C.
Das hielt uns aber nicht auf: Nach dem Frühstück hieß es zügig einpacken, Grauwasser entsorgen, Toilette leeren und Abfahrt in Richtung der berühmten Trollstigen.

Zwischenstopp in Dombås: Geschlossene Türen und ein Tankstellen-Glücksgriff

Unser erster Zwischenstopp führte uns nach Dombås.
Wir wollten die dortige Kirche besichtigen, standen allerdings leider vor verschlossenen Türen.
Also nutzten wir die Zeit, um kurz ein paar Besorgungen zu erledigen, und setzten die Fahrt fort.
Kurz hinter Dombås stießen wir auf eine MAXI-Tankstelle – und die Preise ließen uns stutzen:
Während der Diesel normal bei etwa 22 NOK liegt, war er hier für unschlagbare 16,95 NOK (ca. 1,53 €) zu haben.
Die Schlange war entsprechend lang, also hieß es: anstellen und warten.
An der Säule erlebten wir dann eine skurrile, aber wunderbare Überraschung:
Der norwegische Autofahrer vor uns schenkte uns glatt die letzten 10 Liter aus seiner Säule!
Er erklärte uns das System:
An dieser Tankstelle muss man vorab einen festen Betrag auswählen.
Ist der Tank voll, bevor das Guthaben aufgebraucht ist, verfällt der Restbetrag einfach.
Da er noch Guthaben auf der Anzeige hatte, zapfte er den Rest kurzerhand in unseren Tank.
Wir rechneten daraufhin vorsichtig hoch, wählten selbst 700 NOK an der Säule und bekamen den Tank damit fast voll.
Zwischenzeitlich halfen wir noch zwei deutschen Urlaubern, die das System ratlos gemustert hatten, erklärten die Logik und fuhren mit einem guten Gefühl weiter.

Durch die Bergwelt zum Stellplatz Trollstigen

Die Weiterfahrt war Landschaftskino pur: Links und rechts von uns ragten gewaltige, hohe Berge auf, an denen unzählige Wasserfälle in die Tiefe stürzten.
Am Ziel angekommen, steuerten wir direkt den Stellplatz Trollstigen an.
Für 350 NOK inklusive Strom sicherten wir uns erst einmal eine Nacht und suchten uns ein schönes Plätzchen.
Danach ging es auf Erkundungstour über den Platz, der mit einem Restaurant, reichlich Souvenirs und einer ganzen Truppe übergroßer Trolle aufwartet.
Das Restaurant selbst bietet allerdings nur eine sehr überschaubare Auswahl zu stolzen Preisen – die Küche bleibt bei uns also wohl eher kalt.

Ausblick

Den Nachmittag haben wir genutzt, um im Internet zu recherchieren, wie die Fähren von Geiranger nach Hellesylt übersetzen.
Ob wir nun eine oder zwei Nächte hier am Trollstigen bleiben, bevor es weiter Richtung Geiranger geht, entscheiden wir spontan.

Mal sehen, was der morgige Tag bringt!
36. Etappe 
Etappe 36

Spontane Planänderung und Postkartenidylle in Geiranger

Samstag: Serpentinen, Nervenkitzel und Stellplatz-Glück

Eigentlich wollten wir zwei Tage am Trollstigen verbringen.
Doch am Samstagmorgen fiel die Entscheidung kurzentschlossen:
Wir fahren direkt weiter nach Geiranger!
Los ging es direkt hinauf auf die berühmten Serpentinen Richtung Trollstigen.
Die Straßen forderten volle Konzentration:
extrem steil, eng und teilweise passte nur ein einziges Fahrzeug auf die Fahrbahn, während es seitlich steil in die Tiefe ging – Adrenalin pur!
Oben am Besucherzentrum Trollstigen angekommen, war allerdings extrem viel los.
Kurzer Entschluss: Nicht anhalten, sondern direkt weiterfahren.
Auf der malerischen Strecke nach Geiranger stand eine Fährüberfahrt an, danach war es nicht mehr weit bis zum Ziel.
In Geiranger angekommen, hieß es schnell sein: Platz gesichert und ausgepackt – dieses Mal fest für zwei Tage.
Wir hatten riesiges Glück, denn nur wenig später war alles restlos belegt.
Im Vorfeld hatten wir gelesen, dass man am besten zwischen 10:00 und 11:00 Uhr ankommen sollte, da sonst alles voll ist.
Das können wir absolut bestätigen!

Tipp für Nachfolger:
Wer in Geiranger einen Stellplatz sucht, sollte unbedingt am späten Vormittag ankommen.
Kurz nach dem Mittag ist hier alles dicht.

Nach dem Einrichten ging es Richtung Hafen, um das Ganze erst einmal zu inspizieren.
Vor Ort gibt es einen Joker-Lebensmittelgeschäft sowie zahlreiche Souvenirläden, Restaurants und Imbisse – allerdings, typisch Norwegen, leider viel zu teuer.
Am Abend hieß es dann: Ab unter die Dusche und den Tag gemütlich ausklingen lassen.
Um die Weiterreise zu sichern, haben wir abends noch die Fähren gebucht:
Montags von Geiranger nach Hellesylt und später die Verbindung von Kristiansand nach Hirtshals.

Sonntag: Stufen zählen, Kreuzfahrtschiffe und Entspannung

Der Sonntag startete tiefentspannt mit einem gemütlichen, ausgiebigen Frühstück.
Frisch gestärkt machten wir uns an den Aufstieg zum berühmten Geiranger-Wasserfall.

Die Challenge: Insgesamt 314 Stufen führen hinauf.

Die Belohnung: Eine absolut fantastische Aussicht auf den tosenden Wasserfall und den Geirangerfjord von oben.
Oben angekommen wollten wir eigentlich noch die Geiranger Kirche besichtigen, diese war jedoch leider geschlossen.
Also ging es wieder zurück zum Hafen und zum Stellplatz.
Am Nachmittag zog es uns noch einmal zum Hafen, denn ein echtes Highlight stand an:
Ein Schiff der legendären Hurtigruten lief kurz in den Geirangerfjord ein, um Passagiere und Post abzuwickeln.
Nach diesem beeindruckenden Anblick gönnten wir uns im Hafen noch ein leckeres Eis, bevor es zurück zum Stellplatz ging, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen.
Auch heute zeigte sich das gleiche Bild: Kurz nach dem Mittag war der komplette Platz wieder restlos belegt.

Fazit zum Stellplatz in Geiranger

Der Platz ist absolut empfehlenswert.
Die sanitären Anlagen sind komplett vorhanden und durchweg sauber.
Zudem ist das Personal vor Ort extrem freundlich und zuvorkommend.
Ein perfekter Ausgangspunkt für diese atemberaubende Region!
37. Etappe 
Etappe 37

Auf der Flucht vor den Riesenpässen und das perfekte Autark-Glück in Olden

Einlaufende Giganten und die Fahrt durch den Fjord

Der Morgen begann perfekt: herrlicher Sonnenschein, ein entspanntes Frühstück und die Routine des Zusammenpackens.
Nach einem kurzen Einkaufsstopp machten wir uns auf den Weg zum Hafen, um auf unsere Fähre nach Hellesylt zu warten.
Genau zur richtigen Zeit erlebten wir noch ein echtes Spektakel:
Die gewaltige MSC Costa Diadema lief in den Geirangerfjord ein.
Beim Anblick dieser schwimmenden Kleinstädte war uns sofort klar: Ein Glück, dass wir Geiranger heute verlassen!
Bei den Menschenmassen wird dort heute die absolute Hölle los sein.
Kurz nach dem MSC-Kreuzfahrer legte auch schon unsere Fähre an.
Nachdem alle Fahrzeuge von Bord waren, konnten wir einfahren und mit etwas Verspätung ging es endlich los in Richtung Hellesylt.

Die Überfahrt:

Rund 65 Minuten ging es vorbei an atemberaubenden, steilen Bergwänden und unzähligen Wasserfällen.
Ein absolutes Postkartenmotiv nach dem anderen!

Die Stellplatz-Suche in Olden: Glück im Unglück

Von Hellesylt aus steuerten wir unser nächstes Ziel an: Olden.
Doch auch hier das gewohnte Bild der Hauptsaison.
Im Ort lag ebenfalls ein großes Passagierschiff, und die Straßen waren teilweise komplett von Touristen überlaufen.

Die Stellplatzsuche gestaltete sich entsprechend sportlich:

Erster Versuch: Kurz hinter Olden den ersten Platz angefahren – leider schon komplett ausgebucht.
Zweiter Versuch: Ab zum nächsten Platz.
Eigentlich war auch hier schon alles voll, aber das Glück war auf unserer Seite!
Auf der gegenüberliegenden Straßenseite gab es noch ein paar Stellplätze ohne Strom.
Für uns überhaupt kein Problem – dann stehen wir heute eben autark!

Unser Highlight-Platz: Sauna am Fjord und Entspannung pur

Der Platz entpuppte sich als echter Glücksgriff.
Die Ausstattung kann sich absolut sehen lassen:
- Sanitäre Anlagen, Duschen und Toiletten sind tipptopp.
- Das Highlight: Eine kleine, urige Sauna direkt am Fjord!
- Bonus: Gäste können sich kostenlos Boote und Kajaks ausleihen (als wir schauten, waren leider schon alle auf dem Wasser unterwegs).
Nach einem kurzen Erkundungsrundgang haben wir den Wagen aufgeräumt, die Stühle rausgestellt und einfach nur die skandinavische Natur genossen.
Bei herrlichen 21 Grad und bester Urlaubsstimmung lassen wir den Tag nun gemütlich unter der norwegischen Sonne ausklingen.
38. Etappe 
Etappe 38

Von traumhaften Fjordblicken, Serpentinen und Köttbullar

Ruhiger Start am Fjord

Nach einer herrlichen, tiefen Nacht direkt am Fjord begann der Morgen genau so, wie ein perfekter Camper-Tag starten sollte:
mit einer dampfenden Tasse Kaffee und dem Blick aufs stille Wasser.
Anschließend ging es routiniert an die morgendlichen Handgriffe – zusammenpacken, Grauwasser entleeren und das Wohnmobil startklar machen.
Unser Tagesziel: Sogndal.

Trubel in Olden & Atemberaubende Serpentinen

Die Route führte uns zunächst noch einmal zurück in Richtung Olden.
Schon von Weitem war zu erkennen, dass wieder ein neues großes Passagierschiff im Hafen festgemacht hatte.
Dementsprechend herrschte reges Treiben: Viele Touristen säumten die Straßen und unzählige Reisebusse waren unterwegs.
Kurz hinter Olden ging es dann serpentinenartig bergauf.
Die Mühe der Auffahrt wurde oben sofort belohnt:
Von einem Aussichtspunkt aus bot sich ein fantastischer Überblick über den majestätischen Fjord.
Nach ein paar Erinnerungsfotos ging die Fahrt weiter.
Unterwegs legten wir noch einen kurzen Stopp für einen leichten Einkauf ein, bevor wir die verbleibenden Kilometer nach Sogndal in Angriff nahmen.

Ankommen, Genießen & Entspannen

Am Stellplatz in Sogndal angekommen, wurden wir von sehr freundlichem Personal begrüßt.
Ein großes Plus: Wir durften uns unseren Stellplatz selbst aussuchen.
Einziger kleiner Wermutstropfen war der Preis – knapp 52 € für eine Nacht inklusive Strom ist zwar nicht gerade günstig, aber die grandiose Aussicht auf den Fjord und Sogndal entschädigte dafür vollkommen.

Nachdem das Wohnmobil optimal ausgerichtet war, wurden direkt Tisch und Stühle aufgebaut.
Auf dem Kocher wanderten wenig später Klassiker in die Pfanne: Köttbullar mit Soße und Nudeln – einfach, lecker und nach der Fahrt genau das Richtige.

Den Rest des Tages ließen wir ganz entspannt angehen:
- Ein kleiner Rundgang über den Stellplatz,
- Etwas Umsortieren und Richten im Wohnmobil,
- Und vor allem: Beine hochlegen und das Panorama genießen.

Fazit & Ausblick:

Ein erlebnisreicher Tag mit tollem Fjord-Panorama geht zu Ende.
Morgen geht die Reise weiter in Richtung Gol!
39. Etappe 
Etappe 39

Von Sogndal nach Gol – Fjorde, Berge und geschichtsträchtige Holzbaukunst

Sonniger Start in Sogndal

Nachdem sich das Wetter gestern Abend noch von seiner etwas stürmischen Seite gezeigt hatte, legte sich der Wind glücklicherweise im Laufe der Nacht komplett.
Der Morgen in Sogndal empfahl uns mit herrlich sonnigem Wetter und einem spiegelglatten, ruhigen Fjord.
Nach einer entspannten Tasse Kaffee im Sonnenschein und dem gewohnten Zusammenpacken ging es auch schon los in Richtung Gol.

Fjordüberquerung und Tunnelpassage

Unser Weg führte uns zuerst zur Fähre.
Am Mannheller Ferjekai ging es aufs Schiff, um den Fjord hinüber zum Fodnes Ferjekai zu überqueren – eine wunderbare kurze Entschleunigung auf dem Wasser.
Insgesamt machten wir auf diesem Streckenabschnitt Bekanntschaft mit vier ausgedehnten Tunneln, die uns verlässlich durch das norwegische Massiv leiteten.

Kulturstopp: Die Stabkirche Borgund
Bevor wir unsere Fahrt gen Süden fortsetzten, legten wir einen kurzen Abstecher in Borgund ein, um die berühmte Stabkirche zu besichtigen.
Der Eintritt lag bei 110 NOK pro Person (Seniorenrabatt ab 65+) – ein Preis, der sich für dieses beeindruckende Bauwerk absolut gelohnt hat!

Kurzinfo zur Stabkirche Borgund

Die Stabkirche Borgund wurde um 1180 erbaut und gilt als die am besten erhaltene der noch 28 verbliebenen Stabkirchen Norwegens.
Sie zeichnet sich durch ihre kaskadenartigen Dächer, die aufwendig geschnitzten Drachenköpfe an den Giebeln und den duftenden, dunklen Holzteer-Überzug aus.
Ein wahrhaft magisches Zeugnis mittelalterlicher Holzbaukunst.

Über Bergpässe nach Gol (mit Sauerland-Gefühlen)

Anschließend ging die Fahrt weiter Richtung Gol.
Die Strecke führte uns vorbei an idyllischen Seen, rauen Berglandschaften und durch teils hochgelegene Skigebiete.
Ein Ort unterwegs hat uns besonders schmunzeln lassen:
Mit seinen Hanglagen und der Infrastruktur sah er verblüffend aus wie Winterberg im Sauerland – nur eben im norwegischen Gewand!

Kurz vor dem Ziel machten wir noch einen schnellen Zwischenstopp im Supermarkt, um unsere Getränkevorräte aufzufüllen.

Gemütlicher Ausklang in Gol

In Gol angekommen, haben wir unseren Stellplatz direkt für die Nacht festgemacht.
Ein toller Ort: Der Stellplatz liegt unmittelbar am Museum der Stabkirche von Gol.
Nach einem kurzen Rundgang über das Gelände haben wir den Tag bei herrlich sonnigem und warmem Wetter ganz entspannt vor dem Wohnmobil ausklingen lassen.
40. Etappe 
Etappe 40

Unterwegs zum Saggrenda-Damm & den Silberminen von Kongsberg

1. Etappe & kleine Überraschungen auf dem Weg

Nach einer erholsamen und guten Nacht starteten wir heute (Donnerstag) in Richtung Saggrenda-Damm.
Unterwegs fielen uns die zahllosen Wohnmobile auf, die in Richtung Norden rollten.
Da hatten wir den Termin für unsere Reise wirklich ideal gewählt:
Jetzt, wo die Sommerferien beginnen, füllen sich die Stell- und Campingplätze in Norwegen merklich schnell.
Auf der Route gab es kurz einen witzigen Heimat-Moment:
Rechts tauchte plötzlich ein Ortsschild mit „BERGHEIM 1 km“ auf – für einen kurzen Augenblick dachten wir fast, wir wären schon wieder zu Hause!
Ein Stück weiter, auf Höhe eines Verteilerkreises mit Einkaufszentrum, entdeckten wir eine Tankstelle mit sehr gutem Preis:
Diesel für 18,29 NOK (ca. 1,67 €).
Da hieß es natürlich sofort: Blinker setzen, rausfahren und volltanken!
Anschließend ging die Fahrt weiter durch insgesamt vier Tunnel bis zum Ziel.

2. Ankunft am Saggrenda-Damm: Vom Bergbau-Wassersystem zum Badesee
Der Stellplatz liegt direkt an einem künstlich angelegten Damm.
Auf dem Park- und Stellplatz herrschte reger Betrieb mit vielen PKWs.
Nach einer kurzen Platzsuche starteten wir direkt einen ersten Rundgang.
Etwa 100 Meter weiter befindet sich noch ein zweiter Stellplatz, auf dem ebenfalls viele Tagesgäste parkten – diese fuhren jedoch gegen Abend nach ihrem Badespaß wieder ab.

Hintergrundwissen zum Saggrenda-Damm:

Der Staudamm und die umliegenden Teiche (Saggrenda dammane) sind keine modernen Freizeitanlagen, sondern historische Denkmäler der Ingenieurskunst.
Sie wurden im 17. und 18. Jahrhundert von den Bergleuten der Silbermine angelegt.
Das aufgestaute Wasser war unentbehrlich:
Über Kanäle und Wasserräder trieb die Wasserkraft die riesigen Pumpen an, die das Grundwasser aus den tiefen Minenschächten förderten, sowie die Hammerwerke zur Erzverarbeitung.
Heute: Der einst hart erarbeitete Stausee dient als idyllisches Naherholungsgebiet.
Im aufgestauten Bereich gibt es heute eine tolle Bucht mit Sandstrand, einer Hüpfburg, einem großen Spielball und einer Badeinsel auf dem Wasser.

3. Die historische Silbermine von Saggrenda (Kongsberg Sølvverk)

Oberhalb des zweiten Stellplatzes befindet sich der Eingang zur berühmten Silbermine.

Hintergrundwissen zur Silbermine:

Die Silbergruben von Kongsberg (Kongsberg Sølvverk) zählen zu den bedeutendsten Industrie- und Kulturdenkmälern Norwegens.
Im Jahr 1623 entdeckten zwei Kinder zufällig Silber auf einem Berg, woraufhin König Christian IV. die Stadt Kongsberg und das königliche Bergwerk gründete.
- 330 Jahre Bergbau: Bis zur Schließung im Jahr 1957 wurden hier über 1.350 Tonnen reines Silber gewonnen.
- Das Besucherbergwerk: Ein Highlight für Besucher ist die historische Grubenbahn (Grubebane), die Gäste rund 2,3 Kilometer weit tief in den Berg hinein bis zur „Königsgrube“ (Kongens gruve) bringt – etwa 340 Meter unter der Erde!
- Eintritt / Preise: Der Eintritt für Senioren (65+) liegt bei 300 NOK.
- Unsere Erfahrung: Leider waren für heute bereits alle Touren und Fahrten durchgeführt, als wir ankamen.
Ein Blick auf die historische Anlage lohnte sich aber dennoch!

4. Ruhiger Ausklang & Ausblick

Zurück am Wohnmobil haben wir uns etwas Leckeres zu essen zubereitet, aufgeräumt und den restlichen Tag ganz entspannt ausklingen lassen, während sich die Parkplätze um uns herum langsam leerten.

Wie es morgen weitergeht:

Morgen steht die Fahrt nach Risør an – das ist bereits unsere vorletzte Station in Norwegen, bevor es schließlich mit der Fähre hinüber nach Dänemark geht.
41. Etappe 
Etappe 41

Kurs auf Risør – Von glücklichen Umleitungen und dunklen Nächten

Vom Glück der ungeplanten Wege, einem Traumstellplatz in bester Lage und der Rückkehr des Nachthimmels.

Ruhige Nacht und gewohnte Routinen

Gestern Abend kehrte schließlich Ruhe am Staubecken ein.
Nachdem sich der Parkplatz des Besucherschwimmbads geleert hatte, rollten selbst nach Mitternacht noch vereinzelt neue Wohnmobile auf den Platz.
Trotz des späten Treibens war die Nacht wunderbar ruhig.
Der nächste Morgen begrüßte uns wieder mit strahlendem Sonnenschein.
Damit startete unser bewährtes Morgenritual:
Erst einmal einen frischen Kaffee genießen, das Wohnmobil startklar machen, aufräumen – und ab auf die Straße.

Landschaft im Wandel & Das Glück der Umleitung

Schon nach wenigen Kilometern fiel uns auf, wie sehr sich die norwegische Natur hier verändert hat.
Die schroffen, mächtigen Berge weichen langsam einer deutlich flacheren, sanfteren Landschaft.
Kurz vor Risør wurden wir dann von einer großen Baustelle überrascht.
Die Folge: Umleitungen und Umwege.
Aber manchmal sind Umleitungen echte Glücksfälle!
Schon am Vortag hatten wir gesehen, dass der eigentlich geplante Stellplatz in Risør nicht so wirklich das Gelbe vom Ei war.
Durch den ungeplanten Schlenker entdeckten wir stattdessen zufällig einen ganz anderen Wohnmobilstellplatz direkt an der Route. Den Stellplatz Songe.

Traumplatz auf zweiter Ebene

Ohne langes Zögern bogen wir ab – und wurden belohnt:
- Lage: Der Platz ist terrassenförmig auf zwei Ebenen angelegt.
- Aussicht: Wir haben einen der begehrten Plätze auf der oberen Ebene ergattert – mit einem fantastischen Weitblick direkt aufs Wasser.
- Unkompliziertes Handling: Die Bezahlung war super entspannt.
Neben Bargeld im Briefumschlag und der norwegischen Bezahlsysteme gab es die Option via PayPal.
Schnell, unkompliziert und in wenigen Sekunden erledigt.
Der restliche Tag stand ganz im Zeichen der Erholung.
Ein wirklich herrlicher Ort zum Seele-baummeln-lassen!
Auf unser gewohntes Fernsehprogramm mussten wir zwar verzichten – die umliegenden Hügel blockierten mal wieder den Satellitenempfang –, aber bei dieser Aussicht vermisst man den Fernseher ohnehin nicht.

Wenn es nachts wieder dunkel wird

Gegen Abend zog sich der Himmel etwas zu.
Ein spannender Nebeneffekt der letzten Tage: Es wird nachts endlich wieder richtig dunkel!
Nachdem wir fast fünf Wochen lang unter der Mitternachtssonne gereist sind und rund um die Uhr Tageslicht hatten, genießen wir diese natürliche Nachtruhe im Wohnmobil mittlerweile sehr.

Blick nach vorn

Morgen geht die Reise weiter nach Kristiansand.
Dort verbringen wir noch eine Nacht, bevor am Sonntagfrüh um 06:30 Uhr die Fähre nach Dänemark ablegt und das nächste Kapitel unserer Reise beginnt.
42. Etappe 
Etappe 42

Zwischen Fjordblick, Tunnel-Marathon und Wetterumschwung

Aufwachen & Fahrt nach Kristiansand

Manche Tage bringen keine spektakulären Großereignisse, sondern das ruhige, entspannte Dahingleiten auf den Straßen Skandinaviens.
Der Morgen begann denkbar gut:
Nach einer wunderbar erholsamen Nacht und mit einem fantastischen Panorama-Ausblick auf den Fjord machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Kristiansand.
Die Strecke hielt uns auf Trab – insgesamt 15 Tunnel galt es auf dem Weg nach Süden zu durchqueren.

Stellplatz-Timing & Norwegische Spezialitäten

Bei der Ankunft auf dem Stellplatz in Kristiansand hatten wir perfektes Timing:
- Ankunft: Der Platz war nur zu etwa 25 % belegt.
- Nachmittag: Im Laufe der Stunden füllte es sich drastisch – kurz nach 15:00 Uhr war die Kapazität bei 100 %.
- Nach dem Einparken ging es erst einmal zum Beutezug in den Supermarkt.
Die Mission: Typisch norwegische Lebensmittel sichern, die man zu Hause vermissen wird (vom Brunost bis zu den passenden Snacks für die Weiterreise).

Gemütlichkeit statt Stadtbummel

Der ursprüngliche Plan sah eigentlich eine Erkundungstour durch die Stadt vor.
Das skandinavische Wetter hatte jedoch eigene Vorstellungen:

Wetterupdate: Kurz nach der Rückkehr zum Wohnmobil setzte Dauerregen ein, der bis zum frühen Abend anhielt.
In Kombination mit heftigem Wind und spürbar gefallenen Temperaturen entschieden wir uns spontan um: Stadtbummel abgesagt, Heizung an und gemütlicher Abend im Wohnmobil.

Ausblick auf morgen

Der morgige Tag startet früh – sehr früh:
- 06:30 Uhr: Abfahrt der Fähre von Kristiansand nach Hirtshals (Dänemark)
- Anschließend: Weiterfahrt an der dänischen Nordseeküste in Richtung Hanstholm.

Nachtrag: Das WLAN auf dem Platz "Wifi4EU" ist klasse. Wir haben über das Wlan fernseh geschaut ohne unterbrechungen.
43. Etappe 
Vom Hafen auf die Fähre – Etappe nach Hanstholm

Route: Stellplatz → Fährhafen → Hirtshals → Hanstholm → Ræhr

Etappenziel: Mini Camping – RÆHR

Früher Start in den Tag & Abreise

Der Wecker riss uns bereits um 04:30 Uhr aus dem Schlaf.
Da für uns heute die Fähre um 06:30 Uhr auf dem Plan stand, war Frühaustehen angesagt.
Zum Glück hatten wir bereits gestern Abend alles komplett gepackt und reisefertig gemacht.
So hieß es am Morgen nur kurz Anziehen, Motor starten und ohne Zeitverlust losfahren.
Vor der eigentlichen Fahrt zum Hafen legten wir noch einen kurzen Zwischenstopp an einer Tankstelle direkt hinter dem Stellplatz ein, um den Tank noch einmal vollzumachen – schließlich ist der Diesel in Norwegen günstiger als in Dänemark und Deutschland.
Von dort aus waren es nur noch knapp 5,5 Kilometer und zwei Tunnel bis zum Fährhafen.

Reibungsloser Check-in & Überfahrt mit dem Katamaran

Am Hafen angekommen, reihten wir uns in die Spuren 1 bis 8 für die Fährgesellschaft ein.
Nach einer kurzen Wartezeit ging es auch schon direkt zum Check-in.
Das Prozedere verlief absolut unkompliziert und entspannt:
- Nachnamen nennen
- Ausweis vorzeigen
- Schiffspapiere entgegennehmen – fertig!
Gegen 05:45 Uhr rollten wir bereits in den Bauch des imposanten Katamarans.
Das Verladen ging außerordentlich zügig vonstatten.
Oben in der Lounge angekommen, bestellten wir unser Frühstück bequem über einen Touchscreen-Bildschirm (ganz ähnlich wie bei McDonald’s) und suchten uns einen gemütlichen Sitzplatz.

Auf der Nordsee

Obwohl der Wetterbericht im Internet eine ruhige See vorhergesagt hatte, empfingen uns draußen 2 bis 3 Meter hohe Wellen, die das Schiff spürbar ins Rollen brachten.
Letztlich war das Ganze aber halb so wild und gut zu verkraften.
Während der Fahrt nutzten wir die Zeit für einen ausführlichen Rundgang über das Schiff:
- Duty-Free-Shop: Ein wenig Stöbern gehört einfach dazu.
- Aussichtsplattform am Heck: Ein beeindruckender Anblick, wie der Katamaran das Wasser unter hohem Druck nach hinten herausschießt und seine Kaskaden in die See wirft.
Nach einer schnellen und effizienten Überfahrt von nur 2 Stunden und 15 Minuten erreichten wir pünktlich das dänische Hirtshals.

Weiterfahrt & Campingplatz-Suche in Hanstholm

Die Ausschiffung verlief genauso zügig wie das Einchecken, sodass wir im Handumdrehen wieder auf der Straße in Richtung Hanstholm unterwegs waren.
In Hanstholm steuerten wir zuerst den örtlichen REMA 1000 an, um unseren Getränkevorrat aufzustocken.
Nach einer kurzen Orientierungsfahrt durch den Hafen machten wir uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht.

1. Versuch: Hanstholm Camping
Zunächst steuerten wir den Campingplatz „Hanstholm Camping“ an. Das Ergebnis war allerdings ernüchternd:
- Preis: DKK 416 (ca. € 55,65) pro Nacht
- Eindruck: Schräge Stellplätze, teils ungepflegter Rasen, teils karge Zementplatten.
Der Platz wirkte absolut ungemütlich, teuer und keineswegs einladend.
Wir entschieden uns kurzerhand, den Platz sofort wieder zu verlassen.

2. Versuch: Mini Camping – RÆHR (Volltreffer!)
Wir machten uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Wunschziel: dem Mini Camping – RÆHR.
Hier wurden wir nicht enttäuscht!
- Lage: Ausreichend Plätze vorhanden, wundervoll und idyllisch direkt an einem malerischen Angelteich gelegen.
- Preis: DKK 200 (ca. € 27,00) pro Nacht – weniger als die Hälfte des ersten Platzes!

Ausstattung & Service:

- Sehr freundliches, deutschsprachiges Personal.
- Außerordentlich sauberer und moderner Sanitärbereich.
- Große, blitzblanke Gemeinschaftsküche mit Herd, Spüle, Mikrowelle und allem, was man benötigt.
- Solider WLAN-Empfang auf dem gesamten Gelände mit schnellen Geschwindigkeiten von über 30 Mbit/s (auch wenn SAT-Empfang aktuell nicht gegeben ist).

Fazit des Tages

Ein wunderbar ruhiger, gemütlicher und herzlicher Platz mit hervorragendem Preis-Leistungs-Verhältnis.
Ein echter Geheimtipp, an dem man sehr gerne auch ein paar Tage länger verweilen möchte!
Kurz entschieden, wir bleiben zwei Tage!
44. Etappe 
Über Paris und Rom an die raue Nordsee

Etappe: Unterwegs nach Ulfborg / Thorsminde

Highlights: Weltberühmte Ortsnamen auf Schleichwegen, frische Nordseeluft und wilde Wellen

Der Morgen: Routiniert in den Tag

Der Tag startete mit unserer bewährten Morgenroutine:
Erst einmal gemütlich aufstehen, einen heißen Kaffee genießen, im Mobil aufräumen und alles sicher zusammenpacken.
Bevor es losgehen konnte, machten wir das Fahrzeug startklar für die Reise – frisches Wasser auftanken sowie Müll und Grauwasser ordnungsgemäß entsorgen.

Welttournee auf Dänisch: Über Paris und Rom

Unser Etappenziel war die Gegend um Ulfborg.
Google Maps führte uns heute über viele kleine, beschauliche Straßen durch die Landschaft.
Auf dem Weg gab es ein amüsantes Highlight:
Ein kurzer Abstecher nach Paris und direkt im Anschluss nach Rom!
Nicht die großen Weltmetropolen natürlich, sondern die kleinen dänischen Orte mit genau diesen klangvollen Namen – ein schöner Schmunzler auf der Route.

Ankunft am Campingplatz Thorneminde

In der Zielregion angekommen, steuerten wir den Campingplatz Thorneminde an.
Obwohl die Rezeption bei unserer Ankunft noch geschlossen war (sie öffnet erst um 15:00 Uhr wieder), erhielten wir eine freundliche Einweisung:
Wir konnten uns direkt auf den Stellplatz stellen und das Bezahlen einfach auf später verschieben.
Der Platz bietet eine riesige Ausstattung für jeden Bedarf:
- Schwimmbad
- Küche & Essensraum
- Sanitäre Einrichtungen
- Kraftraum / Fitnessbereich u.v.m.

Gut zu wissen: Das Schwimmbad kostet 30 DKK extra pro Person.
Die Nutzung der Küche, des Essensraums sowie des WLANs ist ausschließlich den regulären Campinggästen vorbehalten und gilt nicht für den Stellplatzbereich.
Da wir im Mobil bestens versorgt sind, hat uns das aber nicht weiter gestört.

Nachmittag: Nordseewind, Dünen & Wellen

Nachmittags machten wir uns auf den Weg zu einem kleinen Tante-Emma-Laden in der Nähe, um die Vorräte etwas aufzustocken.
Danach zog es uns weiter in die Natur:
Wir spazierten in Richtung Sperrwerk und über die beeindruckenden Dünen direkt an die Nordsee.
Die Küste zeigte sich von ihrer gewohnten, rauheren Seite – reichlich Wind und mächtige Wellen, genau die richtige Kulisse für einen ausgiebigen Deich- und Strandspaziergang.

Tagesausklang

Zurück am Stellplatz erledigten wir an der Rezeption die Formalitäten:
Wir bezahlten für eine Nacht und bestellten direkt frische Brötchen für den morgigen Frühstückstisch.
Ein abwechslungsreicher Tag geht gemütlich zu Ende.

Zurück zu den Fahrberichten