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Reisebericht:
Reisetagebuch: Von Alta nach Kvalsund – Dem Nordkap entgegen
Spontane Begegnungen unter der Mitternachtssonne
Unser Abend in Alta nahm eine wunderbare, unerwartete Wendung. Spontan posteten wir in der Facebook-Gruppe „Nordkap Roadtrip“ die Frage, wer gerade ebenfalls in Alta ist und dasselbe Ziel ansteuert. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten: Prompt antwortete ein Gruppenmitglied, das tatsächlich auf genau demselben Stellplatz wie wir stand! Wir trafen uns direkt und verbrachten gut eine Stunde damit, intensiv über die bevorstehende Strecke zu fachsimpeln und Erfahrungen auszutauschen. Nach diesem tollen Austausch ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Ein absolutes Highlight erlebten wir dann gegen 01:30 Uhr nachts: Es war immer noch taghell, und die arktische Sonne schien mit voller Kraft über die Baumwipfel – ein faszinierendes Gefühl, bei dem man jegliches Zeitgefühl verliert.
Alta: Kontraste zwischen Kirche, Shopping und Hafenflair
Der heutige Tag startete mit dem Kulturprogramm. Wir machten uns zuerst auf den Weg zur bekannten Nordlichtkathedrale. Der Eintritt schlug mit 70 NOK pro Person zu Buche. Drinnen angekommen, wurden wir allerdings enttäuscht: Die Kathedrale entpuppte sich als eine sehr einfache, schlichte lutherische Kirche, die uns nicht wirklich ansprach. Entsprechend schnell haben wir das Gebäude wieder verlassen. Umso schöner war dafür der anschließende Rundgang durch die Einkaufsstraße ganz in der Nähe der Kathedrale, wo wir noch ein paar Besorgungen erledigten. Danach zog es uns zum Hafen von Alta. Hier verweilten wir eine ganze Weile und genossen einfach den herrlichen, weiten Ausblick auf das Wasser.
Die holprige Fahrt nach Kvalsund
Nach der Pause in Alta hieß es: Aufsitzen und Weiterfahrt nach Kvalsund. Die Strecke hatte es fahrtechnisch durchaus in sich. Die Straßen waren an vielen Stellen recht eng, spürbar wellig und von einigen tiefen Schlaglöchern geprägt – hier war definitiv volle Konzentration am Steuer gefragt. In Kvalsund angekommen, steuerten wir den Stellplatz Ytre Svartvikka an. An der Rezeption wurden 350 NOK fällig, die wir bar bezahlten. Das kam uns sehr gelegen, da wir von zu Hause noch einiges an norwegischem Bargeld übrig hatten, das wir nun perfekt aufbrauchen können.
Ein verstecktes Naturjuwel direkt vor der Haustür
Nachdem wir den Stellplatz eingerichtet und uns ein wenig umgesehen hatten, hielt uns nichts mehr auf den Sitzen. Nur etwa 5 Minuten Fußweg vom Stellplatz entfernt liegt ein wunderschöner Wasserfall. Der Weg dorthin führt über einen schmalen, recht holprigen Steinweg, der etwas Trittsicherheit verlangt. Der kurze Fußmarsch hat sich aber absolut gelohnt – der Wasserfall ist wirklich sehenswert und ein toller Flecken Natur.
Ausblick auf morgen: Das große Ziel im Visier?
Morgen soll es nun endlich in Richtung Nordkap gehen. Allerdings sind wir noch etwas am Grübeln: Da eventuell Regen vorhergesagt ist, überlegen wir, das Nordkap-Plateau vielleicht erst einen Tag später anzufahren, um das Erlebnis bei besserem Wetter zu genießen. Wir lassen es auf uns zukommen und entscheiden spontan, was der morgige Tag bringt!
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