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Reisebericht:
Reisebericht: Von Fjordblicken, Kamera-Krimis und norwegischer Hilfsbereitschaft
Ein perfekter Start in den Tag
Der Morgen begann genau so, wie man es sich im Urlaub wünscht: Aufwachen mit direktem Blick auf den Fjord – und das Beste: Endlich mal Sonnenschein ohne Regen! Nach einem gemütlichen Frühstück hieß es zusammenpacken, Wasser tanken und ab auf die E6 in Richtung Trofors. Unterwegs gab es noch einen kurzen Zwischenstopp für den täglichen Einkauf, bevor das Abenteuer auf der Straße weiterging. Insgesammt haben wir heute 11 Tunnel durchfahren, der längste davon war beeindruckende 8,6 km lang.
Der große Kamera-Krimi
Kurz nach dem Einkaufen bogen wir wieder auf die E6. Vor einem Tunnel tauchte plötzlich ein blaues Schild mit zwei Kameras auf. Wenige Meter weiter die erste Kamera – und plötzlich ein leichter Blitz! Wir waren völlig verwirrt: Das Tempolimit lag bei 80 km/h, wir fuhren gerade mal gemütliche 62 km/h. Warum also der Blitz? Nach der Fahrt durch den langen Tunnel das gleiche Spiel: Am Ausgang stand wieder eine Kamera und es blitzte schon wieder, obwohl wir nur mit 65 km/h unterwegs waren. Die Ratlosigkeit im Cockpit war groß – was war denn hier bitteschön los?
Straßensperrung und norwegische Rettung
Als wir uns Trofors und dem geplanten Stellplatz näherten, der nächste Dämpfer: Die Straße zum Stellplatz war komplett gesperrt. Google Maps schlug sofort einen 19 km langen Umweg vor. Also fuhren wir die Route ab, um uns dem Platz von der anderen Seite zu nähern. Doch Enttäuschung: Auch hier war alles dicht. Mitten in der Ratlosigkeit hielt ein freundlicher Norweger an. Er erklärte uns geduldig einen neuen Umweg. Wir disponierten abr kurzerhand um und machten einen alternativen Stellplatz aus, der etwa 10 km weiter lag. Eine goldrichtige Entscheidung!
Oase am Fluss: Der neue Stellplatz
Am neuen Platz angekommen, wurden wir von sehr nettem, jungem Personal empfangen. Für NOK 350 inklusive Strom durften wir uns unseren Stellplatz komplett selbst aussuchen.
Das Highlight des Platzes: - Lage: Direkt am Fluss mit einer herrlichen Aussicht auf die umliegenden Berge. - Ausstattung: Extrem saubere Sanitäranlagen, sogar Waschmaschine und Trockner sind vorhanden (die am Nachmittag auch direkt für eine große Wäsche genutzt wurden). - Wetter: Fantastischer Sonnenschein bei angenehmen 19 Grad – perfekt, um endlich mal gemütlich draußen zu sitzen und die Natur zu genießen.
Das Rätsel um die Blitzer gelöst
Am Abend hieß es erst einmal: Internet anwerfen und schlau machen, was das für seltsame Kameras auf der E6 waren. Die Erleichterung folgte prompt nach der Recherche. Es handelte sich um eine sogenannte Abschnittskontrolle (Section Control).
So funktioniert das System:
Die erste Kamera registriert das Nummernschild und die genaue Uhrzeit. Die zweite Kamera am Ende des Abschnitts macht dasselbe und errechnet die Durchschnittsgeschwindigkeit für die gefahrene Strecke. Liegt diese über dem Limit (hier 80 km/h), wird es teuer. Wenn man zu schnell war, leuchtet etwa 50 Meter hinter der zweiten Kamera ein gelbes Licht auf – das Signal, dass das Knöllchen auf dem Weg ist. Ist man im Rahmen, werden alle Daten sofort gelöscht. Da wir eine Dashcam im Auto haben, haben wir die Aufnahmen sofort noch einmal akribisch kontrolliert: Kein gelbes Licht zu sehen! Phuu, noch mal Glück gehabt und tief durchatmen! Ausblick
Nach diesem ereignisreichen Tag und der erledigten Wäsche lassen wir den Abend entspannt ausklingen. Morgen geht es weiter in Richtung Sørsivegen und übermorgen steht dann Trondheim auf dem Plan!
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